Dafür erntet die Klinik zum Teil herbe Kritik. "Unsäglich" nennt der rheinland-pfälzische AOK-Chef Walter Bockemühl, dass Termine abgesagt und Patienten auf das nächste Jahr vertröstet würden. Von Behandlungsstopp könne definitiv keine Rede sein, entgegnet die Uniklinik. Man versuche lediglich Termine zu strecken.
Der Haushalt der Uniklinik befindet sich in Schieflage. Bereits im März hatte der Vorstand erklärt, er rechne für dieses Jahr mit einem Verlust von 15 Millionen Euro und kündigte einen massiven Stellenabbau an. Darüber hinaus will die Uniklinik vor allem bei den Hochschulambulanzen sparen und damit ein Zeichen setzen. Hochschulambulanzen seien unterbezahlt, klagt auch der Verband der Universitätsklinika in Deutschland. Er fordert einen Systemzuschlag für Uniliniken.
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In Mainz stellen sich laut Uniklinik jährlich etwa 100.000 Patienten mit Überweisungsschein in den Hochschulambulanzen vor – lediglich 83.000 seien finanziert. Der Medizinische Vorstand Norbert Pfeiffer kündigte im März eine drastische Maßnahme an: "Solange keine auskömmliche Finanzierung und Kostendeckung gewährleistet ist, sieht der Vorstand sich gezwungen, die Fälle stringent auf die vertraglich fixierte Zahl von 83.000 zu limitieren.” Eine Alternative dazu sieht Pfeiffer nicht.


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