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Erfolgreiche ProtestaktionUniklinik Ulm stoppt Übungs-OPs an Schweinen

Die Tierrechtsorganisation Peta hatte zum E-Mail-Protest gegen Übungs-OPs an Schweinen aufgerufen. Nur an der Uniklinik Ulm gebe es diese archaische Methode.

Am Freitag stoppte die Klinik den umstrittenen Kurs. Zuvor sind am Freitag laut "Schwarzbälder Bote" mehr als 3.000 Protest-E-Mails bei Entscheidungsträgern der Uniklinik eingegangen und haben zeitweise sogar den Mail-Server des Klinikums lahmgelegt.
Anlass für die Aktion war ein Kurs für Medizinstudenten, der nach Ansicht von Peta deutschlandweit einmalig war. Der so genannte Naht- und Operationskurs ? seit Jahren Bestandteil des Curriculums ? sah Eingriffe an lebenden Schweinen vor.

Peter Radermacher, Vizechef der Klinik für Anästhesiologie, erklärte gegenüber dem "Schwarzwälder Boten": "Wir tun das aber nicht aus innerer Überzeugung, sondern weil das Thema emotional zu aufgeladen ist und wir kein Schlachtfeld aufmachen wollen."

Nach Darstellung Radermachers kann von Tierquälerei keine Rede sein. Pro Semester habe man vier Schweine für wissenschaftliche Zwecke geopfert. Die Betäubung sei immer von erfahrenen Anästhesisten und nicht von Studenten vorgenommen worden. Peta stellte die Kampagne gegen die Uniklinik Ulm am Freitag Nachmittag ein.

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