Kostensteigerungen

Uniklinikum Schleswig-Holstein fordert mehr Geld vom Land

Schleswig-Holsteins Universitätsklinikum verlangt vom Land höhere Zuschüsse. Angesichts von Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren müsse es für Forschung und Lehre jährlich 50 Millionen Euro mehr geben.

Foto: UKSH

Luftaufnahme Uniklinikum Schleswig-Holstein

Das heißt es in einem Schreiben der UKSH-Spitze an Wissenschafts-Staatssekretär Oliver Grundei. Zunächst hatten die «Lübecker Nachrichten» berichtet. Das Klinikum fordert zudem eine stabile Investitionsquote, «um auch künftig eine moderne apparative Ausstattung sicherzustellen». Das Ärzte- und Pflegepersonal sowie die Fach- und Oberarztquote müssten erhöht werden.

In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief verweist das UKSH auf den besonderen Rang der Universitätsmedizin. Diese sollte nicht nur unter dem Kostenaspekt betrachtet werden. Zeitgemäße Versorgung der Bevölkerung und international anerkannte Forschung bedeuteten ein großes Potenzial für das Land. Die Universitätsmedizin leide aber seit Jahren an dramatischer Unterfinanzierung. So hätten die Zuschüsse für Forschung und Lehre 2018 mit 132,6 Millionen nicht einmal das Niveau von 2005 erreicht (133,6 Millionen) - trotz Kostensteigerungen und erhöhter Anforderungen.

Das Ministerium wollte sich nicht äußern

Zu den Folgen gehörten verschärfte Arbeitsverdichtung und fehlende Möglichkeiten, junge Ärzte forschen zu lassen. Wegen des Mangels an Pflegekräften würden regelmäßig Betten gesperrt. Auch müssten geplante Spezialeingriffe, «die für eine ökonomisch positive Bilanz nötig wären», häufig abgesagt werden.

Das Ministerium wollte sich in der Sache nicht äußern. Man sei im regelmäßigen Austausch und in Vorbereitung des Haushalts 2020 werde es ein Konzept geben, sagte ein Sprecher. Kritik am Land kam aus der SPD. «Wenn man einen Maximalversorger in der Krankenversorgung haben will, muss man ihn eben auch richtig ausstatten», sagte die Finanzpolitikerin Beate Raudies den «Lübecker Nachrichten».

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