Insolvenzverfahren eröffnet

Verkauf der insolventen Paracelsus-Gruppe möglicherweise im Sommer

Die insolvente Klinikgruppe Paracelsus könnte schon im Sommer einen neuen Eigentümer haben. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Osnabrück mitteilte, werde vermutlich bereits Mitte des Jahres der «Endspurt für eine Übernahme durch einen oder mehrere Investoren stattfinden».

Fahnen Paracelslus-Kliniken

Paracelsus-Kliniken

Inzwischen sei das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung zum 1. März formal vom Amtsgericht Osnabrück eröffnet worden.

Mit der Suche nach Investoren sei mit Zustimmung des Gläubigerausschusses begonnen worden. Zu den Interessenten gehören Mitbewerber, aber auch Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland. Vermutlich im späten Frühjahr rechnen die Sanierer mit verbindlichen Geboten.

Die Klinik-Gruppe wird als Ganzes, aber auch in Teilen angeboten. Bevorzugt werde ein Verkauf im Ganzen. «Aber selbstverständlich halten wir uns zunächst alle Optionen offen», sagte Rechtsanwalt Andreas Ziegenhagen als einer der Generalbevollmächtigten.

Klinik in Karlsruhe bereits geschlossen

Insgesamt sollen bei dem Privatklinikbetreiber deutschlandweit knapp 400 Stellen abgebaut werden. Komplett geschlossen wurde Ende Februar die Klinik in Karlsruhe, auf die etwa die Hälfte der Stellen entfiel. Von Stellenstreichungen betroffen sind die defizitären Kliniken in Zwickau, Reichenbach, Henstedt-Ulzburg und Osnabrück. Hier sollen unwirtschaftliche Fachabteilungen geschlossen und andere Fachbereiche hingegen wieder ausgebaut werden. An den Standorten wird derzeit mit den Betriebsräten über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandelt. Der Rest der Kliniken sei wirtschaftlich gut aufgestellt. Insgesamt arbeiten rund 5200 Beschäftigte in rund 40 Einrichtungen bei Paracelsus.

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