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Spezialist für Controlling

Marco Woedl wird Vorstand am Klinikum Landsberg

Der 42-jährige wurde diese Woche in Landsberg von Landrat Thomas Eichinger präsentiert und tritt ab 1. April die Nachfolge von Peter Rahn an.

Marco Woedl, Vorstand Klinikum Landsberg

Foto: Landratsamt Landsberg

Marco Woedl zusammen mit dem Landrat Thomas Eichinger

Der Betriebswirt studierte in Nürnberg und Würzburg, das letzte Jahr Krankenhausmanagement in den USA. Seine Abschlussarbeit befasste sich mit "Controlling im Krankenhaus" und war laut Woedl eine der ersten Arbeiten dieser Art in Deutschland, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtete. Dem Landsberger Klinikum soll dies nun zugutekommen, denn das Akutkrankenhaus mit rund 700 Mitarbeitern war in der jüngsten Zeit "etwas stärker defizitär, als geplant", räumt Landrat Thomas Eichinger ein. Man habe sich daher auf die Suche nach einem erfahrenen Klinikmanager gemacht, der vor allem tiefe Kenntnisse im Bereich der privaten sowie kommunalen Trägerschaft hat. Am Klinikum Landsberg werden jährlich über 12.000 Patienten stationär und über 23.000 ambulant behandelt.

Die ersten Erfahrungen sammelte Marco Woedl 1994 in Bad Aibling, wo er viereinhalb Jahre wirkte, bevor er 2001 in Pfaffenhofen als stellvertretender Geschäftsführer tätig war. Von 2008 bis 2014 übernahm er dort den Posten des Geschäftsführers und wechselte dann als Geschäftsführer an die Asklepios Klinik Lindenlohe bei Regensburg.

Marco Woedl hat optimistische Ziele am Klinikum Landsberg: "Eine schwarze Null darf es schon sein. Zunächst müssen wir unsere Hausaufgaben intern machen", deutet er an und dass er sich ab dem 1. April einen genauen Einblick im Haus verschaffen wird. Dafür sei "viel Kommunikation und viel interne Arbeit" nötig. Nicht nur die Ertragsseite, sondern auch die Kostenseite biete laut Landrat Eichinger Optimierungspotenzial, vor allem im Hinblick auf Prozessoptimierung, dem Spezialgebiet von Woedl.

Und hier kommt auch der begonnene Prozess der Prüfung eines Klinikverbundes ins Spiel, wenngleich dieser laut Marco Woedl nur als ein Baustein für künftige Optimierungen zu sehen sei. Das Landsberger Haus hält nicht nur der Landrat, sondern auch der künftige Vorstand für groß genug, um lebens- und überlebensfähig zu sein, berichtet die "Augsburger Allgemeine" weiter. Thomas Eichinger gab auch bekannt, dass die Landräte der Landkreise Weilheim-Schongau, Landsberg und Fürstenfeldbruck zusammen mit den Klinikverwaltungen erste Gespräche bezüglich eines solchen Klinikverbundes geführt hätten, um "möglichst frühzeitig auf die sich abzeichnenden Entwicklungen" reagieren zu können. Einer der Auslöser dafür ist das 2015 verabschiedete Krankenhausstrukturgesetz (KHSG). Um Vorgaben wie etwa ein Mindestmaß medizinischer und pflegerischer Kompetenz zu erfüllen, benötige eine Klinik genügend Patienten. Ein Weg dahin könnten Kooperationen und Schwerpunktbildungen sein. Die Verwaltungs- und Aufsichtsgremien der drei Kliniken hätten auf alle Fälle zugestimmt, dass zunächst ein Konzept für einen Klinikverbund ausgearbeitet werde.

 

 

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