

Neben der neuen Kaufmännischen Direktorin Marie le Claire, die ihr Amt Ende Oktober antrat, ist jetzt auch Prof. Stephanie E. Combs, Direktorin der Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie am Universitätsklinikum rechts der Isar, Mitglied des Klinikvorstands. Die 46-Jährige gehört dem Gremium als neue Dekanin der Fakultät für Medizin der Technischen Universität München (TUM) an. Auf dieser Position folgt sie Prof. Bernhard Hemmer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie.
Der Vorstand des Universitätsklinikums besteht aus vier Personen – neben Le Claire und Combs gehören ihm Pflegedirektorin Silke Großmann und Dr. Martin Siess als Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender an. Siess lobte Combs als „dynamische Teamplayerin“.
Stärkere Akademisierung der Gesundheitsberufe
Die neue Dekanin erklärte, sie wolle „die nationale und internationale Spitzenstellung der TUM-Medizin weiter ausbauen und stärken“. Die enge Verzahnung zwischen Krankenversorgung, Forschung und Lehre sei in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen „ein Balanceakt, der insbesondere die Translation von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung im Blick haben muss“.
Hierbei sei die Ausbildung von ,Clinician Scientist‘ und ,Medical Scientist‘, also Ärzten und Wissenschaftlern, die neben ihrer klinischen Tätigkeit auch forschend arbeiten, essentiell und werde ein Schwerpunkt der Entwicklungsthemen sein. „Zudem müssen wir die Akademisierung der Gesundheitsberufe wie im Bereich der Pflege, der MTRAs oder der Physiotherapie adressieren, um auch hier ein zukunftsfähiges Umfeld zu bieten“, betonte Combs.
Expertin in der RadioOnkologie
Nach TUM-Angaben ist die neue Dekanin eine führende Expertin auf dem Gebiet der RadioOnkologie. Der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Expertise liege unter anderem in der Therapieoptimierung von Gehirn- und Schädelbasistumoren, Tumoren des Gastrointestinaltraktes und von Tumoren im Hals-Nasen-Ohrenbereich. Die Entwicklung von neuen, hochpräzisen Bestrahlungstechniken und deren frühe Anwendung in der Patientenversorgung seien zentral in ihren Forschungsarbeiten.
Combs studierte Medizin in Heidelberg, in Norfolk und San Antonio (USA). Nach ihrer Promotion 2003 war sie in Heidelberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie habilitierte sich 2009 und wurde 2011 Leitende Oberärztin an der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg. Drei Jahre später berief die TUM sie auf die Professur für Strahlentherapie. Seit 2015 leitet sie auch das Institut für Strahlenmedizin am Helmholtz Zentrum München. Seit 2019 ist Combs zudem Senatsvorsitzende der TUM. Am Universitätsklinikum rechts der Isar leitet sie das Onkologische Zentrum (OZ) und ist stellvertretende Direktorin des Comprehensive Cancer Center München (CCCM) am Standort TUM.





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