Auszeichnung

Alexander Schmidtke und Felix Nensa erhalten den „Thieme Management Award 2018“

Die Thieme Fachzeitschrift „kma Klinik Management aktuell“ hat den bis 31.12.18 amtierenden Vorstandsvorsitzenden und aktuellen Kaufmännischen Direktor des Universitätsklinikums Augsburg, Alexander Schmidtke, mit dem „Thieme Management Award 2018“ in der Kategorie „Manager des Jahres“ ausgezeichnet.

Alexander Schmidtke und PD Dr. Felix Nensa

Kusserow

Alexander Schmidtke (rechts) und PD Dr. Felix Nensa (links) haben den Thieme Management Award 2018 erhalten.

Preisträger in der Kategorie „Senkrechtstarter“ ist Privatdozent Dr. Felix Nensa. Er leitet die Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie an der Universitätsklinik Essen. Die Verleihung fand am 17. Januar 2018 im Rahmen der Gala des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) in Berlin statt.

Sanieren und modernisieren! Beides hatte sich Alexander Schmidtke zum Ziel gesetzt als er Ende 2009 am Klinikum Augsburg begann. Gut neun Jahre nach seinem Antritt hat der heutige Kaufmännische Direktor mit seinem Team viel bewegt: Die Klinik schreibt seit 2011 schwarze Zahlen; umfassende Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sind in vollem Gang. So entsteht derzeit auf einer Fläche von 65 Hektar der neue Medizin-Campus. Ab dem kommenden Wintersemester werden hier Mediziner ausgebildet, denn seit Beginn des Jahres ist das Haus Universitätsklinik.

„Zuhören, analysieren, Komplexität reduzieren und Mut haben, Entscheidungen zu treffen.“

Parallel zu all den Veränderungen versorgen etwa 6 000 Mitarbeiter jährlich etwa 245 000 ambulante und stationäre Patienten sowie 80 000 Notfallpatienten. Für diese positive und zukunftsweisende Entwicklung waren harte Einschnitte notwendig. Mit Umstrukturierungsmaßnahmen und Personalabbau in der nicht medizinischen Infrastruktur sowie strenger Kostenkontrolle im medizinischen Bereich konnte er die Erlöse binnen weniger Jahre überproportional zu den Ausgaben steigern.

„Ich kenne die Basis und profitiere davon, dass ich weiß, wie ein Krankenhaus und das Gesundheitswesen funktionieren“, erklärt der gelernte Krankenpfleger und Diplomkaufmann. Einen weiteren Schlüssel seines Erfolgs fasst der 53-Jährige folgendermaßen zusammen: „Zuhören, analysieren, Komplexität reduzieren und Mut haben, Entscheidungen zu treffen.“ Die achtköpfige Jury des „Thieme Management Awards“ würdigt mit der Vergabe des Preises an Alexander Schmidtke insbesondere seine herausragende Leistung am Augsburger Klinikum: „Ein Großkrankenhaus bei laufendem Betrieb in ein Universitätsklinikum umzuwandeln, ist eine gewaltige Aufgabe. Alexander Schmidtke ist es gelungen – entgegen aller Widerstände und Skeptiker im Haus.“

„Senkrechtstarter 2018“: PD Dr. Felix Nensa

Zum zweiten Mal zeichnet die „kma“ den „Senkrechtstarter 2018“ aus. Der Preis geht an junge engagierte Menschen, die sich durch kreative und erfolgreiche Lösungsansätze im Bereich der Gesundheitswirtschaft hervorgetan haben. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Privatdozent Dr. Felix Nensa. Der 38-Jährige studierte neben Medizin zeitweise auch Informatik. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er vier Jahre in seinem mitbegründeten IT-Start-Up „zeec“, bevor es ihn zurück in die Medizin zog. Seit 2011 arbeitet der Radiologe am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie an der Universitätsklinik Essen. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Team entwickelt er dort Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI). Diese unterstützen Mediziner beispielsweise bei der Diagnostik von Tumoren oder Lungenfibrosen. Zeitgleich ist er bestrebt, skeptischen Kollegen die digitale Zukunft nahezubringen und die Angst davor zu nehmen.

„KI hilft dem Arzt besser und effizienter zu sein, ersetzt ihn aber nicht“, erklärt Nensa. Dennoch müssten sich Mediziner bewusst werden, dass solche Tools ihren Arbeitsalltag künftig verändern werden. Deshalb sei es auch dringend notwendig diesen Aspekt verstärkt in der Ausbildung künftiger Ärzte zu berücksichtigen. Für die Jury zählt der junge Oberarzt zu den wichtigsten Wegbereitern des Einsatzes von KI im deutschen Gesundheitswesen. „Es gelingt ihm, Medizin und Informatik geschickt zum Wohl der Patienten zu kombinieren und die Zukunft der Diagnostik maßgeblich zu verändern.“

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