Die Wartezeit auf einen Operationstermin ist nach einer Erhebung im Jahr 2010 auf durchschnittlich 18,2 Wochen gestiegen. In der Provinz Neufundland und Labrador im Nordosten des Landes sind medizinisch erforderliche Operationen nur nach einer Anmeldefrist von 29,1 Wochen möglich, also knapp einem halben Jahr, berichtete die "Vancouver Sun" am Montag.
Genauso lange dauere es, bis eine ärztlich verordnete Therapie begonnen werde, ermittelte das Fraser-Institut in seinem Jahresbericht "Waiting Your Turn: Wait Times for Health Care in Canada" (Bis du dran bist: Wartezeiten der Gesundheitsversorgung in Kanada). Kanada bietet seinen Bürgern und selbst vorübergehend dort Wohnhaften eine staatliche Krankenversicherung, das Gesundheitssystem ist aber ähnlich dem britischen stark überlastet.
Selbst in der Provinz Ontario mit der Landeshauptstadt Ottawa und Kanadas Wirtschaftsmetropole Toronto bleibt Patienten nicht anderes übrig, als im Schnitt 14 Wochen auf Hilfe zu warten. Das sind 1,5 Wochen mehr als 2009, berichtet das Institut. In Vancouver und dem Rest der Provinz Bristish Columbia nahm die Wartezeit seit 2009 um knapp 2 auf 18,8 Wochen zu. "Die Tatsache, dass inzwischen mehr als 127 Tage bis zur medizinisch notwendigen Behandlung verstreichen, ist alarmierend", zitierte die "Vancouver Sun" den Vizedirektor des Instituts, Mark Rovere.


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