Architekturwettbewerb

Pläne für gemeinsamen Campus von Charité und TU Berlin gehen voran

Die strategische Partnerschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin nimmt weiter Form an: Der Sieger-Entwurf des städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbs für den gemeinsamen Campus Bio- und Medizintechnologie steht jetzt fest.

HDR, Düsseldorf

1. Preis: Perspektive Campus.

Das Preisgericht kürte das Architekturbüro HDR und das Landschaftsarchitekturbüro mk Landschaft mit dem ersten Preis. Auf dem Areal an der Seestraße in Berlin-Wedding werden Mediziner mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren Themen der Onkologie, Immunologie sowie Regenerativen Medizin erforschen. Kernstück des Campus soll das neue Wissenschaftshaus „Der Simulierte Mensch“ sein. Gegenstand des aktuellen Wettbewerbs war ein städtebaulicher Entwurf für den Campus Bio- und Medizintechnologie sowie für den Neubau des Forschungsgebäudes „Der Simulierte Mensch“.

Dieses wurde im April 2018 vom Wissenschaftsrat zur Förderung in Höhe von 34 Millionen Euro empfohlen. Der Bund und das Land Berlin finanzieren den Bau zu je 50 Prozent im Rahmen des Programms für Forschungsbauten an Hochschulen. Das Gebäude soll bis 2023 fertiggestellt sein. Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmenden waren überzeugende städtebauliche und freiraumplanerische Konzepte für das rund 11 800 Quadratmeter große Areal. Dieses sollte sowohl effizient mit Blick auf innerstädtische Flächenressourcen gestaltet sein als auch Anpassungen an zukünftige Bedarfe ermöglichen.

Zusätzlich war ein Standort für den neuen Forschungsbau Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) der Charité zu berücksichtigen, der sich bereits in Planung befindet. Für das Forschungsgebäude „Der Simulierte Mensch“ mit einer Nutzfläche von 3150 Quadratmetern wurde ein wirtschaftlicher Entwurf von hoher architektonischer und funktioneller Qualität gesucht. Dieser sollte mit attraktiven Kommunikationsflächen den Anforderungen an innovative Forschungsgebäude gerecht werden und als Leuchtturm den zukünftigen Campus prägen.

Architekturbüro HDR und Landschaftarchitekturbüro mk mit dem 1. Platz

In einem Bewerbungsverfahren wurden vorab 21 Teilnehmende ausgewählt, 18 Beiträge wurden eingereicht. Das Preisgericht kürte das Architekturbüro HDR und das Landschaftsarchitekturbüro mk Landschaft mit dem ersten Preis. Aus der Beurteilung des Preisgerichtes heißt es zu den Entwürfen: „Das Projekt überzeugt in der städtebaulichen Grundsetzung der Teile als sich integrierendes Ensemble ebenso wie in der architektonischen Formulierung einer flexiblen und kommunikativen Arbeitswelt mit selbstbewusstem und integrierbarem Ausdruck.“

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