Hamburg

Albertinen-Krankenhaus jetzt mit „daVinci“-OP-System ausgestattet

Das Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen verfügt seit kurzem über das „daVinci“-Operationssystem. Damit können minimalinvasive Operationen im Bereich der Urologie, bald auch im Bereich der Gynäkologie und Chirurgie roboterassistiert durchgeführt werden.

Urologische Da Vinci OP, Albertinen Krankenhaus

obs/Albertinen-Diakoniewerk e.V./Bertram Solcher

Urologische Da Vinci OP, Albertinen Krankenhaus

Das Einsatzgebiet für dieses System umfasst im Bereich der Urologie und Uroonkologie die operative Therapie von Prostata-, Nieren- und Harnblasenkrebs, aber auch Rekonstruktionen und Operationen zur Behebung von Inkontinenz. Patienten profitieren von einer äußerst präzisen, sehr sicheren und besonders schonenden Operationstechnik, die Operationen mit einer kürzeren Eingriffsdauer, geringerem Blutverlust, schnelleren Wundheilung und einer weiter reduzierten Komplikationsrate ermöglicht.

Der im Albertinen-Krankenhaus eingesetzte "daVinci X" ist die neueste Modellreihe des OP-Systems und besteht aus dem mit vier Armen ausgestatteten Patientenwagen, einem Videoturm sowie der Konsole. Von dieser Konsole aus steuert der Operateur die OP in ergonomischer Sitzposition entspannt mit handlichen Griffen.

Macht feinste Strukturen erkennbar

Dr. Henrik Zecha, neuer Chefarzt der Urologie und Uroonkologie im Albertinen-Krankenhaus und Spezialist für "daVinci"-Operationen: "Das OP-System setzt die Hand- und Gelenkbewegungen des Operateurs millimetergenau, zitterfrei und in Echtzeit um. Der Arzt hat dabei eine dreidimensionale Sicht auf das Operationsfeld, das hochauflösend dargestellt wird und überdies eine bis zu 40fache Vergrößerung erlaubt." So können auch feinste Strukturen wie Nerven oder Gefäße auf engstem Raum erkannt und Verletzungen vermieden werden. Das ist beispielsweise bedeutsam im Falle einer Prostata- oder Harnblasenentfernung, wenn es darauf ankommt, die Nervenfunktion zur Steuerung der Potenz sowie der Harnkontinenz zu erhalten.

Nicht zuletzt lassen sich die filigranen Instrumente an den Enden der Greifarme mit sieben Freiheitsgraden bewegen und sind damit der menschlichen Hand an Flexibilität überlegen. Das Operationssystem kann nicht eigenständig Aktionen durchführen, sondern assistiert lediglich dem Operateur. So ist die vollständige Kontrolle über das System und die Sicherheit für die Patienten jederzeit gewährleistet.

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