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22 Millionen EuroOrtenau Klinikum weiht neuen Zentral-OP ein

Der neue Zentral-OP am Ortenau Klinikum in Offenburg wurde am 20. Juni 2022 eingeweiht. Die Bauzeit des modernen Gebäudes betrug fast zwei Jahre.

Neuer Zentral-OP
Iris Rothe/Ortenau Klinikum

Chefarzt Dr. Friedrich Afflerbach in einem neuen OP-Saal mit roboterassistiertem OP-System.

Ein neuer, moderner Zentral-OP am Ortenau Klinikum in Offenburg wird in den kommenden Jahren eine qualitativ hochwertige, operative Versorgung und Notfallversorgung gewährleisten und gute Bedingungen für die Beschäftigten und die Ausbildung bieten. Nach nur 20 Monaten Bauzeit (Oktober 2020 bis Juni 2022) und dem Einbau hochmoderner Technik konnten OP-Teams der Klinik am 20. Juni 2022 die ersten Operationen im neuen Zentral-OP durchführen. Der Klinik-Neubau in Offenburg wird 2030 fertiggestellt sein.

Moderne Operationssäle

In den Bau des neuen Zentral-OP hat das Ortenau Klinikum rund 22 Millionen Euro investiert. Über die Höhe der voraussichtlichen Förderung durch das Land Baden-Württemberg führen das Land und das Ortenau Klinikum derzeit Gespräche. Der Zentral-OP wurde baulich nach den aktuellen, modernen Standards geplant und umgesetzt. So entspricht beispielsweise die Betriebs- und Klimatechnik allen heutigen Anforderungen. Neben der höheren Ausfallsicherheit spart die Klinik durch die neue Technik auch deutlich an Betriebs- und Energiekosten.

In dem neuen OP, der in einem Anbau direkt an das Hauptgebäude der Klinik am Ebertplatz angebunden ist, sind die modernen Operationssäle im ersten Obergeschoss untergebracht. Außerdem wird im Erdgeschoss ein Linksherzkathetermessplatz mit kardiologischer Funktionsdiagnostik eingerichtet, der erstmals am Ortenau Klinikum in Offenburg etabliert wird. Das Ortenau Klinikum will damit die Patientenversorgung im Raum Offenburg bei akutem Herzinfarkt weiter verbessern.

Ohne Umwege in den OP

Mit der Inbetriebnahme des neuen Zentral-OP kann die Klinik auch schrittweise ein vom OP-Management entwickeltes neues Betriebskonzept umsetzen. Der Weg der Patienten durch den OP wird damit vereinfacht und viele dezentrale Prozessabläufe werden gebündelt. Die Aufnahme der Patienten am OP-Tag erfolgt künftig in einer sogenannten SDS-Einheit (Same-Day-Surgery), die direkt an den neuen Zentral-OP angeschlossen ist. Von hier aus werden die Patienten ohne den Umweg über die Stationen und die Patientenaufnahme in den OP begleitet und vom Fachpersonal in einem speziellen Bereich auf ihre Operation und Narkose vorbereitet. Nach der Operation verbleiben die Patienten weiter betreut von Anästhesiefachpflegenden zunächst in einem großen Überwachungsbereich im OP. Erst nach dem Abschluss der Überwachungsphase erfolgt eine Verlegung auf die Stationen der operierenden Fachabteilung oder in eine in den kommenden Monaten neu eingerichtete IMC-Station (Intermediate Care Station) zur Intensivüberwachung. Der OP-Überwachungsbereich verfügt über Einzelzimmer für kleine Kinder oder Patienten, die eine besondere Betreuung benötigen. Diese Zimmer sind für Eltern oder Bezugspersonen über eine separate Zugangsschleuse am eigentlichen OP-Betrieb vorbei direkt erreichbar.

10 500 Operationen pro Jahr

In dem neuen Zentral-OP am Standort Ebertplatz werden voraussichtlich pro Jahr rund 10 500 Operationen durchgeführt. Die häufigsten Eingriffe sind neben der Versorgung von Unfallpatienten (Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Plastische-, Hand- und Zahn-Mund-Kiefer Chirurgie) urologische, gynäkologische und allgemeinchirurgische Eingriffe. Teilweise kommt dabei auch das roboterassistierte da-Vinci Operations-System zum Einsatz.

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