Bilanz

Siemens Healthineers verdient im dritten Quartal weniger

Der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers hat im dritten Geschäftsquartal weniger verdient als ein Jahr zuvor. Negative Währungseffekte, Anlaufkosten für das Diagnostiksystem Atellica sowie einmalige Aufwendungen für einen kürzlich an Land gezogenen Automatisierungsauftrag lasteten in den drei Monaten bis Ende Juni auf dem Ergebnis.

Siemens Healthineers

Siemens Healthineers

Das Büro- und Entwicklungsgebäude von Siemens Healthineers in Forchheim.

Unter dem Strich verfehlte das Unternehmen dabei die Erwartungen von Branchenexperten. Die Aktie lag am Montagvormittag zuletzt mit rund 1,7 Prozent im Minus.

Nach Steuern sank der Gewinn im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 293 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Erlangen mitteilte. Bereinigt um Sondereffekte ging der Gewinn um 7 Prozent auf 334 Millionen Euro zurück.

Auslieferungen im Plan

Die Auslieferungen des neuen Labordiagnostiksystems Atellica lägen im Plan, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Montag in einer Telefonkonferenz. So wolle Siemens Healthineers Ende September 800 bis 1000 dieser Systeme installiert haben. Ende Juni waren es 560 Systeme und damit etwas mehr, als die Analysten von JPMorgan erwartet hatten. Von der Auslieferung dauert es den Angaben zufolge derzeit drei bis vier Monate, bis die ersten Umsätze erzielt werden können.

Der Umsatz stagnierte wegen negativer Währungseffekte bei 3,3 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis erzielte Siemens Healthineers ein Plus von 5 Prozent. Wachstumstreiber war das Geschäft mit der Bilddiagnostik wie Ultraschallgeräten und Magnetresonanztomographen (MRT), das auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent zulegte. Die Umsätze in der bildgebenden Diagnostik seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb David Adlington von JPMorgan.

Umsatz soll um drei bis vier Prozent wachsen

Die Jahresprognose für das bis 30. September laufende Geschäftsjahr bekräftigte die Siemens-Tochter, die im März an die Börse gegangen und vor Kurzem in den Technologiewerteindex TecDax aufgenommen worden war. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis um drei bis vier Prozent wachsen, die bereinigte Ergebnismarge zwischen 17 und 18 Prozent liegen. Im dritten Quartal betrug sie 16 Prozent, nach neun Monaten nach Aussagen von Finanzvorstand Jochen Schmitz knapp 17 Prozent. Das vierte Geschäftsquartal ist das traditionell stärkste.

Für Zinszahlungen stellte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr 20 Millionen Euro ein - zusätzlich zu den bereits prognostizierten 140 bis 170 Millionen Euro. Siemens Healthineers ist mehrheitlich in US-Dollar verschuldet.

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