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UniklinikenChefs gesucht

Es bahnen sich mehrere Führungswechsel an deutschen Unikliniken an. Dabei ist geeignetes Personal knapp. Einige Unikliniken versuchen, Vorstände anderer Unikliniken abzuwerben, andere setzen auf den eigenen Nachwuchs.

Siewert in Freiburg im Gespräch

Die Uniklinik Freiburg sucht seit knapp zwei Jahren sowohl einen Ärztlichen als auch einen Kaufmännischen Direktor. Beide hatte die Klinik nach einem monatelang schwelenden Kompetenzstreit 2009 rausgeworfen. Seitdem versuchen die Freiburger sehr erfolglos, neues Personal zu finden. Vor über anderthalb Jahren hat das baden-württembergische Wissenschaftsministerium Rüdiger Siewert, den Ärztlichen Direktor der Uniklinik Heidelberg, als Interimschef in Freiburg eingesetzt. Siewert pendelt derzeit zwischen den zwei Städten. Einem Pressebericht der "Badischen Zeitung" zufolge ist der 71-Jährige nun für die Stelle des Ärztlichen Leiters in Freiburg im Gespräch. Heidelberg, so heißt es, strebe für die Nachfolge von Siewert, dessen Vertrag im nächsten Jahr ausläuft, eine interne Lösung an. Weder die Kliniken noch Siewert wollten hierzu Stellung nehmen.


 

Uniklinik Bonn ist guter Dinge

Die Uniklinik Bonn hat gerade die Verträge mit dem Kaufmännischen und dem Pflegevorstand verlängert, sucht aber einen Ärztlichen Direktor, da Michael Lentze Ende Februar in den Ruhestand geht. Auf die Ausschreibung der Klinik haben sich 49 Bewerber gemeldet, berichtet der Bonner Aufsichtsratschef Wolfgang Riedel. "Allerdings waren nur zwei Frauen darunter, da haben wir uns etwas mehr erhofft", so Riedel. Die Vorstellungsgespräche mit acht Kandidaten haben begonnen, am 11. November soll der Aufsichtsrat aus zwei oder drei Kandidaten auswählen. Per Landesgesetz ist die Uniklinik verpflichtet, einen hauptamtlichen Direktor einzustellen. Lentze war noch ein Klinikchef alter Schule: Er leitete im Nebenamt die Kinderklinik.


 

Debatins Nachfolge noch ungeklärt

Hamburgs Ärztlicher Direktor Jörg Debatin gab im Juni seinen Wechsel in die Industrie bekannt. Der gelernte Radiologe fängt im Herbst beim Labordienstleister Amedes an. Auch seine Nachfolge ist noch unklar. Hamburg entscheidet sich wohl demnächst für eine Personalagentur und will dann mit der Kandidatensuche loslegen. Debatin ist noch bis Oktober im Amt.


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