Damit stellt eine zweite US-Gruppe innerhalb eines Monats die Grundzüge eines Tests vor, mit dem Eltern ihren Nachwuchs künftig auf viele Krankheiten untersuchen lassen könnten. Während das erste Team von der Universität Washington in Seattle dabei die DNA aus dem Speichel des Vaters einbezog, nutzten die Forscher von der Stanford Universität eine Methode zum Zählen von Chromosomen. Sie berichten darüber im Fachblatt "Nature".
Die neuen Tests werden allerdings vielfach auch kritisch gesehen. Laut Medizinethikern stellen sich Fragen: Wer darf zu welchem Zeitpunkt welche genetischen Informationen erhalten? Nicht nur über Krankheitsanlagen, die schon in der Kindheit bedeutsam sind, sondern auch über erst spät auftretende Krankheiten? "Auf diese Fragen haben wir noch keine ausreichenden Antworten", hatte Prof. Wolfram Henn von der Universität des Saarlandes nach der Veröffentlichung in "Science Translational Medicine" im Juni gesagt.


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