Ein hartnäckiger Keim breitet sich auf der isolierten Kinder-Intensivstation eines Trierer Klinikums aus. Fünf weitere Frühgeborene seien inzwischen befallen, sagte der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen, Wolfgang Thomas. Er bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Trierischer Volksfreund". Keines der Kinder sei aber erkrankt. Mit den fünf neu befallenen Babys habe sich die Zahl der seit August betroffenen Kinder auf zwölf erhöht. Derzeit seien auf der isolierten Station noch zehn Babys untergebracht, davon acht, die von den Bakterien der Gattung Serratia besiedelt sind.
Auf der Station herrsche Aufnahmestopp, sagte Thomas. Sie bleibe geöffnet, bis alle Patienten entlassen sind. "Dann wird sie umfassend desinfiziert." Da einige Frühgeborene eine lange Betreuung bräuchten, könne dies aber noch Monate dauern. Die Klinik hat inzwischen eine räumlich und personell getrennte Interims-Intensivstation eingerichtet. Bei den neu befallenden Kindern handelt es sich um frühgeborene Drillinge und zwei Frühchen.
Der Keim kommt nach Angaben des Klinikums überall in der Umwelt vor, vor allem im Darmtrakt von Menschen und Tieren. Er sei offenbar von einem Extrem-Frühgeborenen, das sich mittlerweile erholt habe, auf die betroffenen Kinder übergegangen.


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