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Ärzte ohne GrenzenGesundheitsversorgung der Elfenbeinküste gefährdet

Gewaltausbrüche in der Elfenbeinküste haben in den vergangenen Wochen zu hunderten Verwundeten geführt und gefährden den Zugang der Bevölkerung zu medizinischer Behandlung.

Zehntausende sind vor den Konflikten in der Hafenstadt Abidjan und im Westen des Landes geflohen. Auch viele Ärzte und medizinisches Personal haben Gesundheitseinrichtungen im Konfliktgebiet verlassen. Medikamentenengpässe verschärfen die Lage zusätzlich.

In Abidjan ist nach Berichten der Gesundheitsbehörden fast das gesamte Personal von sechs Krankenhäusern geflohen. Nur das Krankenhaus Abobo-Süd in einem Vorort Abidjans arbeitet noch regulär. Ärzte ohne Grenzen ist dort seit Ende Februar tätig. Die Mitarbeiter kümmern sich zusammen mit den Gesundheitsbehörden um medizinische und chirurgische Notfälle. Die Teams haben in den vergangenen drei Wochen 273 Notfallpatienten behandelt, 225 von ihnen hatten Schussverletzungen. Frauen und Kinder sind an ihren Verletzungen gestorben.

"Wir haben jeden Tag Schüsse gehört", sagt Okanta Chibuzo, Notarzt von Ärzte ohne Grenzen, der gerade aus Abidjan zurückgekehrt ist. "Wir haben jeden Tag 10 bis 15 Verwundete behandelt."

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