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HinterziehungenGlobal Fund verspricht sparsame Haushaltsführung

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat eine strengere Haushaltsführung angekündigt.

Die Organisation war zuvor wegen ihrer Ausgabenpolitik in die Kritik geraten. Künftig sollen Verschwendung und Unterschlagung verhindert werden, wie der "Global Fund" am Montag in Genf mitteilte. Damit reagierte der Fonds auf eine Untersuchung unabhängiger Experten. Diese hatten ihm darin zu deutlichen Änderungen in der Haushalts- und Vergabepolitik geraten. Die Leitung des Fonds versprach, den Empfehlungen nach einer Umgestaltung seiner Verwaltung zu folgen.

Nach eigenen Angaben hat der Globale Fonds bisher etwa 22 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) gesammelt und in rund 150 Ländern im Kampf gegen Krankheiten eingesetzt. Die Bundesregierung wollte in diesem Jahr - wie bereits in den vergangenen drei Jahren - weiterhin 200 Millionen Euro zum Globalen Fonds beitragen. Derzeit hält sie jedoch rund 100 Millionen zurück. Im kommenden Jahr soll das Geld aus Sparmaßnahmen voraussichtlich gekürzt werden.

Tobias Kahler, Direktor der Hilfsorganisation ONE, verwies am Montag in Berlin darauf, dass der Fonds "in weniger als zehn Jahren 6,5 Millionen Leben gerettet" habe. Aus dem Bericht der Experten gehe hervor, "dass ein Scheitern des Funds einer globalen Gesundheitskatastrophe gleich käme".

Die sechsmonatige Untersuchung war auf Medienberichte gefolgt, nach denen es in der Organisation wegen Missmanagement und Hinterziehungen zu Verlusten in Millionenhöhe gekommen sein soll.

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