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Angst vor StrafzahlungHelios verweigert Amerikanerin Behandlung

Die Helios-Klinik in Hünfeld bei Fulda hat einer 24-jährigen Patienten aus den USA trotz erheblicher gesundheitlicher Beschwerden die Behandlung verweigert – weil das Haus eventuell drohende Strafschadensersatzzahlungen befürchtete.

Das berichtet die "Fuldaer Zeitung". Die Frau klagte über Schmerzen im Unterleib. Als sich auch noch Schüttelfrost, Fieber und Blut im Urin zu den Symptomen gesellten, ging sie in die Helios Klinik. Als man dort erfuhr, dass die Patientin US-Bürgerin ist, sei die Behandlung abgebrochen worden, berichtet die "Fuldaer Zeitung". Begründung: Bei Helios würden keine amerikanischen Staatsbürger behandelt. Die Patientin fuhr daraufhin in das nahe gelegene Klinikum nach Fulda. Dort hatte man mit der amerikanischen Patientin offenbar weniger Probleme: Sie wurde dort wie jeder andere Kranke untersucht und behandelt.

Johann Peter Prinz, Regionalleiter Unternehmenskommunikation und Marketing Helios Region Mitte, erklärt dazu der "Fuldaer Zeitung": "Wir bedauern, dass in diesem Fall die Patientin nicht in unserer Klinik versorgt wurde. Dieses Vorgehen entspricht nicht unseren Standards. Hierfür werden wir uns bei der Patientin noch entschuldigen." Zwar gebe es in der Klinik bei der medizinischen Behandlung von US-amerikanischen oder kanadischen Patienten aus juristischen Gründen Einschränkungen – allerdings nur bei geplanten Eingriffen, so Prinz.

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