Zwar wurden 20.000 Ärzte zusätzlich eingestellt. Doch sank im gleichen Zeitraum die Zahl der nicht-ärztlichen Mitarbeiter um 90.000, berichtet die "Apotheken Umschau". Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, erklärt dies zum einen mit der kürzeren Verweildauer der Patienten in stationären Einrichtungen. Die durchschnittliche Liegedauer der Patienten verringerte sich zwischen 1998 und 2008 von rund 10 auf 8 Tage. "Kürzere Betreuungszeiten erfordern weniger Personal", so Kösters.
Zum anderen habe die Übernahme europäischer Arbeitszeitrichtlinien für Ärzte zu einem Mehrbedarf an Medizinern geführt, der nur zulasten der Pflege finanzierbar gewesen sei. Der überproportionale Stellenabbau soll nun aber infolge eines neuen "Finanzierungsrahmengesetzes" durch 15.000 neue Stellen in den nächsten Jahren ausgeglichen werden.


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