Die Kämpfe in Misrata führten zu einer Überlastung der Gesundheitseinrichtungen in der Stadt. "Es ist uns am Sonntagnachmittag trotz der heftigen Kämpfe in der Stadt gelungen, in Misrata anzulegen", erklärt Dr. Helmy Mekaoui, der die Evakuierungsaktion koordiniert hat. "Die Gewalt hat dazu geführt, dass viele Verwundete auf einmal in die Krankenhäuser eingeliefert wurden. Es war in dieser Situation ein glücklicher Umstand, dass wir nach Misrata gelangen und einige Patienten an Bord holen konnten." Unter den Evakuierten waren drei Patienten, die lebensrettende Maßnahmen benötigten. Elf sind schwer traumatisiert. Viele andere haben Bauchverletzungen und offene Knochenbrüche. Schon an Bord des Schiffes leisteten die Mitarbeiter intensivmedizinische Behandlung. Das Team von Ärzte ohne Grenzen bestand aus sieben Ärzten, drei Krankenschwestern und einem Psychologen. Zu dem Team gehörten auch sieben Mediziner aus Tunesien, die freiwillig an dem Einsatz teilnahmen.
Das Krankenhaus in Misrata ist Berichten zufolge am frühen Sonntagmorgen bombardiert worden. Die anderen Kliniken, die noch geöffnet sind, sind mit Schwerverletzten überfüllt und versuchen trotz fehlenden medizinischen Materials verzweifelt, die Patienten zu behandeln.


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