Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" weiter berichtete, wurden seitdem etwa 20 Millionen Präparate sichergestellt. Europaweit leiteten Staatsanwaltschaften mehr als 200 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Medikamentenmissbrauchs ein, schreibt das Blatt.
Eine Spezialeinheit mit 30 Mitarbeitern beim Zollfahndungsamt in Frankfurt (Oder) erfasse zusammen mit Kreditkartenanbietern, Pharmafirmen und Handelsplattformen wie Ebay seit etwa eineinhalb Jahren in einer Datenbank Zahlungen und Angebote.
Welche Dimensionen der Schwarzmarkt mit Dopingmitteln angenommen hat, zeige der Prozess gegen einen 33-jährigen Deutschen, der derzeit vor dem Landgericht Bonn angeklagt ist, schreibt der "Spiegel". Der Beschuldigte soll eine Internetorganisation verwaltet haben, die zwischen Mai 2008 und Dezember 2010 mehr als 43 Millionen Dollar mit dem Verkauf von Dopingsubstanzen eingenommen habe. Laut Anklage soll die Organisation knapp 240 000 Kunden gehabt haben.


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