Georg Thieme Verlag KG

Serie5 Fragen an Arne Evers

Ab sofort gibt es auf kma Online die neue Interviewreihe „5 Fragen an…“. Zum Auftakt plaudert der Pflegedienstleiter des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden Arne Evers über Advanced Nursing Practice und das verdiente Feierabendbier.

Arne Evers
JoHo/Composed by Thieme

Arne Evers, Pflegedienstleiter des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden und Pflegewissenschaftler.

Ob Medizin oder Pflege, Management oder Marketing, Forschung oder IT – das Gesundheitswesen hat viele Gesichter. Einige davon wollen wir ab heute in unserer neuen Interviewreihe „5 Fragen an…“ sichtbar machen. Einmal wöchentlich, pünktlich zum Donnerstag geben hier junge Talente und erfahrene Köpfe aus der Gesundheitsbranche einen Einblick in ihren Alltag, ihre Motivationen und Visionen. In unserem neuen Format erhält die Branche ein Gesicht – und eine Stimme.

Was macht Ihren Beruf zu Ihrer Berufung?

Ich bin gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger: Das ist ein Beruf den ich erlernt habe und der mir nicht von einer höheren Macht geschenkt wurde. In meiner jetzigen Tätigkeit als Pflegedienstleiter gilt dies genau so. Die Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich, vielseitig, bietet viel Gestaltungsraum, ist häufig anspruchsvoll und fordernd, aber nie langweilig - und diese Kombination macht sehr viel Freude.

Wann und wie wurde Ihr Interesse an der Gesundheitsbranche geweckt?

Das war zum einen aus persönlicher Betroffenheit in der Jugend, zum anderen aufgrund eines freiwilligen Praktikums in einer kardiologischen Station als Pflegekraft in der zwölften Klasse. Ich habe dort eine sehr engagierte Pflegepädagogin und den Schulleiter kennengelernt, die mich darin bestärkt haben, den Weg in die Pflege zu gehen.

Was muss sich in der Gesundheitsbranche ändern?

Ich wünsche mir sehr, dass die Pflege- und Therapieberufe gestärkt werden und deren unterrepräsentierte Leistung stärker gewürdigt wird. Dies würde in der Folge zu einer Aufwertung mit den dazugehörigen Effekten führen. Als Pflegedienstleiter wünsche ich mir einiges an Änderungen. Insbesondere die ausgiebige Heilkundeübertragung um der Pflege noch mehr Autonomie zu geben und den besonderen Stellenwert der Pflege im Genesungsprozess darzustellen, wie es weltweit üblich ist, wäre derzeit der größte Änderungswunsch. 

Wie stellen Sie sich Ihren Beruf in 20 Jahren vor?

Noch deutlich digitalisierter als heute, mit wesentlich mehr Steuerungsmöglichkeiten in der Fachlichkeit von Pflegekräften durch ein ausgeprägtes Expertentum zum Beispiel durch Advanced Nursing Practice, Zugriff auf eine größere Datenbasis pflegerischer Einflussfaktoren und Qualitätsindikatoren und eine gut organisierte, vollverkammerte Pflege. Ansonsten wird der Beruf sicherlich mindestens genauso abwechslungsreich bleiben wie er heute bereits ist.

Was darf für einen erfolgreichen Tag nicht fehlen?

Das Gefühl, einen Schritt in der Pflege nach vorne gemacht zu haben sowie das daraus resultierende, verdiente Feierabendbier.

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