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Hightech Agenda BayernBayerisches Forschungszentrum Pflege Digital eröffnet

Das Bayerische Forschungszentrum Pflege Digital (BZPD) im schwäbischen Kempten geht den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Pflege auf den Grund – sowohl im stationären als auch ambulanten Umfeld. Ziel sei es, praktikable und innovative digitale Lösungen zu finden.

Digital Health
Jackie Niam/stock.adobe.com

Symbolfoto

Bayern treibt die Digitalisierung in der Pflege voran. Laut Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek liegt in der Digitalisierung die Zukunft, dies gelte besonders für den Bereich Gesundheit und Pflege. Sie müssten daher gemeinsam gedacht werden, um kreative Lösungen für die Herausforderungen zu finden.

Das BZPD wurde im Rahmen der Hightech Agenda Bayern gegründet und ist ein Forschungsinstitut an der Hochschule Kempten. Hier wird an allen Sektoren zu den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Pflege geforscht: im stationären, ambulanten und häuslichen Umfeld. Forschung und Praxis arbeiten hier zusammen und auch die Bedarfe, Wünsche und Lebenssituationen der beteiligten Menschen würden berücksichtigt sowie Erfahrungen von Kommunen aufgegriffen, so Holetschek.

Mittels kluger Digitalisierung könne die Selbständigkeit von Pflegebedürftigen möglichst lange erhalten werden und pflegende Angehörige und Pflegekräfte entlasten. Papierlose Datenverarbeitung in Pflegeeinrichtungen, Projektreihen wie DeinHaus 4.0 oder das Leuchtturmprojekt Care Regio, das Schwaben als Leitregion für digitale Pflege etablieren soll, führt Holetschek als Beispiele für das Potential der Digitalisierung an.

Es könne eine echte Entlastung der Pflegekräfte gelingen, doch die Pflegenden selbst dürften dabei keinesfalls vergessen werden. Eine Beteiligung der Pflegenden bei der Digitalisierung sei dringend nötig. Hier bleibe man im Gespräch und habe digitale Kompetenzen auch auf den Bayerischen Lehr- und Ausbildungsplan gesetzt. Man wolle keinesfalls Menschen ersetzen, sondern  sondern mit Hilfe moderner Technik mehr Freiraum für menschliche Zuwendung von Angehörigen und Fachkräften schaffen.

Gefördert wird Pflegedigitialisierungszentrum mit rund 5,8 Millionen Euro , wovon alleine 5,2 Millionen Euro aus der Hightech Agenda Bayern stammen. Darüber hinaus finanziert Bayern das BZPD mit 24 Stellen, davon 7 im Doppelhaushalt 2019/2020 und weitere 17 Stellen im Rahmen der Hightech Agenda.

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