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Klinikum OldenburgStaatsanwälte geraten wegen Krankenhaus-Morden unter Druck

Im Zusammenhang mit den Mordermittlungen gegen einen ehemaligen Krankenpfleger gerät die Oldenburger Staatsanwaltschaft unter Druck.

Es gebe einen Anfangsverdacht wegen Strafvereitlung im Amt gegen die damals zuständigen Staatsanwälte, sagte Behördensprecher Martin Rüppell. Der frühere Pfleger steht zurzeit wegen dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs an Patienten am Klinikum Delmenhorst vor Gericht. Die Ermittler gehen inzwischen mehr als 200 Verdachtsfällen an der Klinik und weiteren Arbeitsstätten des Mannes nach.

"Wir müssen der Frage nachgehen, warum damals möglicherweise nicht mit dem nötigen Biss in der Sache ermittelt wurde", sagte der Sprecher der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft, Rolf-Dieter Snakker, dem NDR. Angehörige werfen den damaligen Ermittlern Versäumnisse vor, da es schon 2005 Hinweise auf ein viel größeres Ausmaß gegeben habe.

Die Staatsanwaltschaft prüft zurzeit intern, ob es Versäumnisse gab. Die Ergebnisse sollen nach Angaben von Rüppell in etwa einem Monat vorliegen. Danach soll die Generalstaatsanwaltschaft eine andere Staatsanwaltschaft damit beauftragen, die Vorfälle zu prüfen.

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