Das liege daran, dass die niedergelassenen Ärzte im Nordosten deutlich mehr Patienten behandeln als anderswo, sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das heiße aber nicht, dass im Nordosten die reichsten Ärzte leben würden. Da ein Arzt pro Tag nur eine gewisse Anzahl Patienten behandeln könne, arbeiteten in den Praxen in Mecklenburg-Vorpommern vermutlich mehr angestellte Mediziner. Das treibe die Kosten des jeweiligen niedergelassenen Arztes in die Höhe. Der Honorarumsatz sage auch aus weiteren Gründen nicht allzu viel über das Einkommen eines Arztes aus: So habe eine Praxis auf dem Land, die vielleicht einen Röntgenapparat und ein Ultraschallgerät vorhält, höhere Kosten als eine Allgemeinarztpraxis in der Großstadt. Diese könne auf teure Geräte unter Umständen verzichten, weil die nächste Spezialpraxis gleich um die Ecke ist.
Im ersten Halbjahr 2011 hatten die Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt 121.181 Euro Honorar überwiesen bekommen. Einen Überblick über das Einkommen je Arzt nach Abzug der Praxiskosten hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung nicht nach Bundesländern aufgeschlüsselt.


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