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PatientenmobilitätEU-Parlament will Grenzen für Kranke öffnen

Die Europäische Union soll nach dem Willen des Europaparlaments bald auch für Kranke keine Grenzen mehr haben.

Der für Gesundheit zuständige Ausschuss des Parlaments bekräftigte bei der Lesung eines Richtlinienentwurfs zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in Brüssel die Forderung nach weniger Hindernissen für Patienten, die nicht in ihrem Heimatland behandeln werden wollen oder können. Eine Reihe von EU-Regierungen steht den Forderungen des Europaparlaments zurückhaltend gegenüber, weil sie einen "Gesundheitstourismus" innerhalb der Union befürchten. Die Parlamentarier hielten diese Befürchtung für unbegründet.

Sie forderten unter anderem, dass Patienten aus anderen EU-Ländern innerhalb der EU keine Behandlungskosten mehr vorauszahlen müssen, sondern dass die Verrechnung direkt zwischen den Regierungen erfolgt. Vorherige Genehmigungen von Behandlungen seien nicht grundsätzlich abzulehnen, doch müssten sie nach objektiv nachvollziehbaren Kriterien erteilt werden. Zudem müsse allen EU-Bürgern mit seltenen Krankheiten das Recht garantiert werden, in einem anderen EU-Land behandelt zu werden, wenn dies daheim nicht möglich sei. Die Richtlinie kann nur in Kraft treten, wenn auch die EU-Regierungen zustimmen.

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