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BedarfsplanungHecken will sofortige Zulassungssperre für bestimmte Arztgruppen

Mit einem sofortigen Zulassungsstopp für bestimmte Arztgruppen ist eine groß angelegte Reform für eine ausgewogenere Verteilung der Mediziner in Deutschland angelaufen.

Die befristete Zulassungssperre beschloss am Donnerstag der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken (GBA) in Berlin, wie das Gremium mitteilte. Die Sperre betrifft unter anderem Jugendpsychiater, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Humangenetiker, Laborärzte und Pathologen. Während immer mehr Ärzte in diese lukrativen Fachbereiche drängen, gibt es bei anderen Gruppen einen Mangel.

Die Reform soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten und dafür sorgen, dass es mehr Haus- und Kinderärzte auf dem Land gibt. Ärzte sollen sich nun nicht noch quasi in letzter Minute als Spezialisten niederlassen dürfen und so auf lukrative Arztsitze ausweichen. Denn bisher sind die nun gesperrten Arztgruppen nicht in die Bedarfsplanung einbezogen, die besagt, wo sich welche Mediziner niederlassen dürfen. Der GBA fürchte, dass es mit Bekanntwerden der Pläne einen nicht sachgerechten Anstieg von Zulassungsanträgen bei den nun gesperrten Gruppen gebe, sagte der Vorsitzende Josef Hecken. Der Stopp ist somit der erste Schritt einer geplanten gründlichen Reform gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen. In Mangelregionen sollen vermehrt neue Zulassungsmöglichkeiten für Haus- und Kinderärzte geschaffen werden. "Auch strukturschwache Gebiete bekommen nun zusätzliche Zulassungsmöglichkeiten für Haus- und Kinderärzte", sagte Hecken. "Die Richtlinie wird dazu beitragen, dass Ärzte verstärkt dort tätig werden, wo sie auch tatsächlich gebraucht werden." Bei den Haus- und Kinderärzten werde künftig räumlich kleinteiliger geplant.

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