"Schlechte Qualität wollen wir unseren Versicherten nicht mehr zumuten - wir wollen sie aber auch nicht mehr bezahlen", sagte die Vorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner, am Dienstag in Berlin. Der Verband vertritt unter anderem Barmer GEK, Techniker Krankenkasse oder DAK-Gesundheit. Elsner betonte, "dass wir Leistungen, die nachweisbar in schlechter Qualität erbracht werden, auch von der Versorgung ausschließen müssen".
Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, entgegnete: "Wir haben große Sorge, das mit überzogenen Qualitätsanforderungen die flächendeckende stationäre Versorgung gefährdet wird." Auch Union und SPD wollen die Krankenhäuser mit einer Klinikreform zu durchgängig mehr Qualität drängen.
Die Behandlungserfolge sind nach dem Qualitätsreport 2013 dabei im Schnitt gut, auch wenn dieser offizielle Bericht auch Verbesserungsmöglichkeiten zeigt. Viele der rund 2000 Kliniken sind bereits unter Finanzdruck, auch ohne neue Verfahren, die womöglich auch mehr Kosten verursachen.
Heute sei das Risiko, eine Wundinfektion nach dem Einsatz eines neuen Hüftgelenks zu bekommen, in vielen Krankenhäusern gleich Null, während in anderen Häusern bis zu fünf Prozent aller Patienten betroffen seien, so die Ersatzkassen. Bei Eingriffen an den Eierstöcken können die besten Kliniken das Organ fast immer erhalten, die schlechtesten nur in 70 Prozent der Fälle. Der Plan von Union und SPD, schlechte Qualität nur geringer zu vergüten, reiche nicht aus.


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