Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

HauptstadtkongressKrebs oder Demenz – was hat Priorität?

Über Priorisierung im Gesundheitswesen diskutiert auf dem Hauptstadtkongress in Berlin eine hochkarätige Expertenrunde.

Die Gesellschaft muss über Prioritäten im Gesundheitswesen diskutieren, denn mit begrenzten Mitteln können nicht unbegrenzte Leistungen erbracht werden. "Es ist höchste Zeit, über die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems zu sprechen. Wir müssen darüber diskutieren, wie und wofür wir das Geld im System am sinnvollsten und wirksamsten einsetzen sollten", fordert Ingrid Völker, Leiterin des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit. Sollten die Mittel zuallererst für die Erforschung von Krebs oder doch besser für die Aufklärung von Demenz ausgegeben werden? Wie sind Ausgabenblöcke Hochleistungsmedizin und spezialisierte hochtechnische Eingriffe gegenüber pflegerischen und palliativen Behandlungen von Patienten am Lebensende zu bewerten? "Wir müssen das Thema aus der Tabuzone herausholen und öffentlich diskutieren. Denn durch Wegsehen lässt es sich nicht lösen", so Völker. Eine ständig verbesserte medizinische Versorgung zu gleichbleibenden Preisen sei nicht möglich, auch wenn manche das glauben wollten. "Mit begrenzten Mitteln können nicht unbegrenzte Leistungen erbracht werden."

Im "Hauptstadtforum", dem gesundheitspolitischen Dach des Hauptstadtkongresses, wird Eckhard Nagel, Mitglied im Deutschen Ethikrat, die Priorisierungs-Debatte unter anderem mit Stefan Kapferer, Staatssekretär beim Bundesgesundheitsminister, und dem früheren IQWIG-Chef Peter T. Sawicki führen. Mit ihnen diskutieren außerdem Heiner Raspe (Universität Lübeck), DAK-Chef Herbert Rebscher und Christoph Fuchs (Bundesärztekammer).

Mittwoch, 11. Mai, 16.15 Uhr: "Prioritäten im Gesundheitswesen – Muss das sein?"

Beim diesjährigen Hauptstadtkongress, der von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler am 11. Mai 2011 im ICC Berlin eröffnet wird, werden sich die wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens drei Tage lang über neue Entwicklungen in der Gesundheitspolitik, der Gesundheitswirtschaft, im Krankenhausmanagement, in der Pflege und in der Medizin austauschen. Insgesamt werden rund 8.000 Besucher erwartet.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen