"Ich habe ein moralisches Problem damit, dass man werdendes Leben quasi entlang der Frage bewertet, ist da eine Behinderung oder nicht, und wenn ja, in welcher Stärke", sagte Mappus der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Ich glaube, dass sich der Mensch nicht so weit in die Schöpfung einmischen sollte."
Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor ihrer Einpflanzung in den Mutterleib auf Erbkrankheiten untersucht und können aussortiert werden. Fehl- und Totgeburten oder die Geburt eines schwer kranken Kindes sollen so verhindert werden. Dazu sagte Mappus: "Bei allem Respekt vor Forschung und Innovation, aber da gehe ich nicht mit." Das Thema wird auch beim CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe Anfang nächster Woche diskutiert werden.
Mappus sieht die Gefahr, dass immer wieder neu diskutiert werden muss, wo Grenzen zu ziehen sind. "Wehret den Anfängen, muss es da heißen. Wer da einmal einsteigt, wird nicht das nötige Maß finden. Wir sollten die Finger davon lassen." Er stehe da voll an der Seite der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Mehrheit der Union im Bundestag ist für ein Verbot der PID, die FDP plädiert für eine kontrollierte Freigabe.


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