"Wenn wir vermeiden wollen, dass unsere Kinder überproportional hohe Beiträge zahlen, am Ende aber selber nichts mehr davon haben werden, müssen wir jetzt handeln", sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Sie erwarte konkrete Vorschläge für die zukünftige Pflegepolitik von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).
"Ich meine, dass wir nicht Eckpunkte brauchen, sondern einen konkreten Gesetzesentwurf", betonte die CDU-Politikerin. Sie sprach sich zugleich dafür aus, die Pflegesätze zu dynamisieren. Andernfalls steige der Anteil, der aus eigener Tasche zu bezahlen sei, unablässig an, warnte Clauß. Nötig sei eine zukunftsfähige und generationengerechte Lösung. "Um eine Beitragsexplosion zu vermeiden, muss eine Rücklage angespart werden."
Diese Demografiereserve müsse jedoch vor wechselnden Begehrlichkeiten der Politik geschützt sein. "Es darf keinen Griff in die Reserve geben, um andere Löcher zu stopfen." Angesichts der Zahl schwerer Pflegefälle führe auch kein Weg an einer Beitragserhöhung vorbei. "Die wird Sachsen aber nur mittragen, wenn die Leistungsversprechen auch für die gelten werden, die erst in 20 Jahren oder später Pflege brauchen", sagte die Ministerin.


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