Nach Kosovo-Reise

Spahn verstärkt Engagement für mehr Pflegekräfte aus dem Ausland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verstärkt die Bemühungen, mehr Pflegekräfte aus dem Ausland für Deutschland zu gewinnen.

Jens Spahn

Maximilian König

Jens Spahn (CDU)

Nach einer Reise des Ressortchefs ins Kosovo will seine Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss (CDU) bis Dienstag Gespräche auf den Philippinen führen. Diese Kooperation solle beiden Seiten helfen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Uns, weil wir dadurch Antworten auf den Fachkräftemangel in der Pflege finden. Aber auch den Philippinen, weil sie dadurch ihrer jungen Generation mehr attraktive Arbeits- und Fortbildungsmöglichkeiten anbieten können.»

Am Montag wollte Weiss im Goethe-Institut in der Hauptstadt Manila deutschen Sprachunterricht für philippinische Pflegekräfte besuchen. An diesem Dienstag sind Gespräche mit dem Arbeitsminister und Vertretern einer internationalen Arbeitsvermittlungsagentur geplant. Die Philippinen sind laut Ministerium ein wichtiges Herkunftsland für gut ausgebildete Pflegekräfte. Im ersten Halbjahr 2019 seien dort mehr als 25 000 Ausreiseanträge genehmigt worden, knapp 1500 Menschen kommen demnach nach Deutschland.

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket mit zahlreichen Akteuren der Branche vereinbart, um zu mehr dringend gesuchten Fachkräften zu kommen. Neben besseren Arbeitsbedingungen und mehr Ausbildung im Inland soll auch die Rekrutierung aus dem Ausland erleichtert werden. In der Alten- und Krankenpflege arbeiten rund 1,6 Millionen Menschen, fast 40 000 Stellen sind aber unbesetzt - und der Bedarf wächst.

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