DKG zum Bericht von Spiegel online

„Spiegel online betreibt Patientenverunsicherung“

Zum Bericht von SPIEGEL online, 73 Krankenhäuser lieferten unzureichende Qualität, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: „Die Darstellung ist nicht nur eine Verzerrung, sondern schlichtweg falsch.“

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum

Foto: DKG

Georg Baum, Geschäftsführer DKG

„Von den 73 als auffällig bezeichneten Krankenhäusern sind bei 36 Kliniken ein einziger Behandlungsfall unterhalb der Norm und damit Grund für die Auffälligkeit“, so Baum weiter.

„Daraus eine Schlussfolgerung auf die medizinische Qualität zu ziehen, ist nicht zulässig. Die nun von Spiegel online im Internet hinterlegte interaktive Karte führt zu einer Patientenverunsicherung und macht deutlich, dass die Autoren nicht verstehen, wofür planungsrelevante Qualitätsindikatoren bestimmt sind.

Für das Verfahren wurden in mehr als 1.000 Krankenhausstandorten 7.753 Indikatoren ausgewertet. Dabei blieben schlussendlich 73 durch Fachexperten geprüfte qualitative Auffälligkeiten übrig, in denen bei einem einzelnen Indikator die Zielgröße nicht erreicht wurde. 36 dieser Auffälligkeiten wurden durch nur jeweils einen einzigen Fall im Krankenhaus verursacht. Im Indikator zum Vermeiden der Lymphknotenentnahme bei nicht-invasivem Brustkrebs und einem weiteren Indikator im Rahmen der Geburtshilfe gab es kein einziges auffälliges Krankenhaus.

Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass die Behandlungsqualität gut ist und keinen Handlungsbedarf für die Krankenhausplanung auslöst. Eine Unterschreitung in einem einzelnen Fall sagt letztendlich nichts über die Gesamtqualität einer Abteilung oder eines Krankenhauses aus."

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