Dies kündigte die Organisation am Dienstag zum "Tag der Kriminalitätsopfer" in Mainz an.
Bisher gebe es lediglich in Nordrhein-Westfalen eine flächendeckende Versorgung mit Trauma-Ambulanzen - weitere Bundesländer sollten dem Beispiel folgen. Bayern, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz seien mit Pilotprojekten und Initiativen "auf einem guten Weg". Die Finanzierung der Ambulanzen regle sich über das Opferentschädigungsgesetz.
Die Bundesvorsitzende des "Weißen Rings", Roswitha Müller-Piepenkötter, erklärte, die Trauma-Ambulanzen sollten ein "neues Gleichgewicht" für die Kriminalitätsopfer schaffen, da diese "alle bis dahin geltenden Sicherheiten" verlören. Die Hälfte aller Vergewaltigungsopfer leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Psychologe Manfred Kiesling unterstrich die Bedeutsamkeit von schneller Hilfe, da diese verhindern könne, dass Traumafolgen chronisch werden. Der Opferhilfeverein "Weißer Ring" unterstützt seit 1976 Verbrechensopfer und hilft bei der Verhinderung von Straftaten.


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