"Die verbreiteten Zahlen zur Kostenbelastung der Bevölkerung sind irreführend und rein politisch motiviert", teilte der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Peter Engel, nach Angaben seiner Organisation mit. Im Kern geht es um eine neue Gebührenordnung (GOZ), die von Regierung und Bundesrat beschlossen werden muss.
Der Vizechef des Verbands der gesetzlichen Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg, hatte der Nachrichtenagentur dpa gesagt, dass etwa eine Vollkrone beim Zahnarzt um etwa 74 Euro teurer werde.
Die Berufsvertretung der Zahnärzte warf den Krankenkassen "Panikmache" vor. "Auch der GKV-Spitzenverband weiß, dass nur der Patient von der GOZ betroffen ist, der Leistungen über das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus in Anspruch nimmt", sagte Engel weiter.
Die neue Gebührenordnung soll Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Geregelt wird in der Verordnung die Bezahlung der Zahnärzte durch Privatpatienten - aber auch durch Kassenpatienten bei jenen Behandlungen, die über Standardleistungen hinausgehen. Laut AOK werden rund 60 Prozent des Zahnersatzes für gesetzlich Versicherte nach der privaten Gebührenordnung abgerechnet.


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