Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

Bilanz 2020Corona-Pandemie geht auch an Mediclin nicht spurlos vorüber

Das Corona-Jahr 2020 schlägt sich auch in der Geschäftsentwicklung von Mediclin nieder. Der Konzernumsatz des Klinikbetreibers sank um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Mediclin
Mediclin
Mediclin

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben trotz des staatlichen Schutzschirms und der Zuschüsse der Kostenträger ihre Spuren in der Geschäftsentwicklung der Mediclin hinterlassen. Bereits im April 2020 hatte der Konzern die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr zurückgezogen. In einem neuen, angepassten Ausblick auf 2020 wurden ein Umsatzrückgang im Konzern von 2,0 Prozent und ein Konzernbetriebsergebnis in Höhe der Gewinnschwelle antizipiert. Nun legt der Konzern die Zahlen für das Corona-Jahr vor.

Im Geschäftsjahr 2020 lag der Konzernumsatz von Mediclin in Höhe von 659,9 Millionen Euro um 13,2 Millionen Euro oder 2,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das vorläufige Konzernbetriebsergebnis liegt bei 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 22,4 Millionen Euro).

Weniger Patienten im Segment Postakut

Im Segment Postakut sank der Umsatz um 23,0 Millionen Euro oder 5,5 Prozent auf 393,7 Millionen Euro (Vorjahr: 416,7 Millionen Euro). Das vorläufige Segmentergebnis liegt bei 4,8 Millionen Euro (Vorjahr: 23,1 Millionen Euro).

Im Segment Akut lag der Umsatz in Höhe von 248,7 Millionen Euro um 12,1 Millionen Euro oder 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 236,6 Millionen Euro). Das vorläufige Segmentergebnis liegt bei –1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Millionen Euro). Belastet wird das Segmentergebnis durch einen Einmaleffekt in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus einer Buchwertabschreibung, die aus dem Verkauf des Mediclin Krankenhauses am Crivitzer See zum 31. Dezember 2020 resultiert.

Auf das Geschäftsfeld Pflege entfällt dabei ein Umsatz von 15,8 Millionen Euro (Vorjahr: 15,3 Millionen Euro).

Zahl der Beschäftigten leicht gestiegen

Die Zahl der Vollzeitkräfte lag im Durchschnitt des Jahres 2020 bei 7 471 Vollzeitkräften (Vorjahr: 7 431 Vollzeitkräfte). Die Zahl der Auszubildenden betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 361 Auszubildende (Vorjahr: 328 Auszubildende).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden 26,6 Millionen Euro (Vorjahr: 48,2 Millionen Euro) in das Anlagevermögen (brutto) investiert. Für Instandhaltung und Wartung wurden 16,1 Millionen Euro (Vorjahr: 17,5 Millionen Euro) aufgewendet. Die liquiden Mittel lagen am Jahresende über dem Vorjahreswert, im Wesentlichen aufgrund von Sparmaßnahmen, zurückgestellten Investitionsvorhaben und Liquiditätszuflüssen im Rahmen des Schutzschirms.

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 19,9 Prozent (31.12.2020: 21,2 Prozent).

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen