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Wirtschaftsplan eingehaltenFehlbetrag am Klinikum Esslingen erneut gesenkt

Das Klinikum Esslingen weist laut vorläufigem Jahresabschluss 2021 eine Steigerung der Gesamterlöse um mehr als 3 Prozent auf 175 Millionen Euro aus. Erstmals nach vier Jahren liegt das Jahresdefizit damit wieder unter 3 Millionen Euro.

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2021 hat das Klinikum Esslingen die Vorgaben des Wirtschaftsplans eingehalten, trotz niedrigerer Patientenzahlen als 2019 und einem deutlichen Anstieg der Personal- und Sachmittelkosten. Im vorläufigen Jahresabschluss 2021 konnte das Klinikum eine Steigerung der Gesamterlöse um mehr als 3 Prozent verzeichnen.

Zur Reduzierung des Jahresdefizits hätten rund 30 Strukturoptimierungsmaßnahmen beigetragen. Dieses liegt mit -2,7 Millionen Euro (2020: -4,3 Millionen Euro) erstmals seit vier Jahren wieder unter 3 Millionen Euro. Hinzu kam die staatliche Unterstützung von Bund und Land in Höhe von insgesamt rund 9 Millionen Euro (2020: knapp 11 Millionen Euro), die jedoch nicht ausgereicht hat, um die finanziellen Belastungen aus der Pandemie vollständig auszugleichen. Es verbleibt ein siebenstelliger Betrag an Mehrkosten, der durch das Klinikum selbst gestemmt werden muss.

Im Jahr 2021 wurden rund 23 000 Patientinnen und Patienten im Klinikum stationär behandelt, in etwa so viel wie im Jahr zuvor. Lediglich im ambulanten Bereich und im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik wurden mehr stationäre Patienten und Patientinnen behandelt als vor der Pandemie. Als Ursache gibt das Klinikum Essen den Personalmangel vor allem im Pflegedienst und die hohen pandemiebedingten Krankenheitsausfälle an. Diese hätten regelmäßig zu Einschränkungen im Klinikbetrieb geführt. Die Einnahmen aus ambulanten Behandlungen konnten jedoch um rund 3 Millionen Euro gesteigert werden.

Mit hoher Geschwindigkeit soll noch bis Ende 2022 der größte Teil der Patientendokumentation im Klinikum auf elektronische Akten umgestellt werden. Im Bereich Bau ist geplant, das zusätzliche Modulgebäude mit hochmodern ausgestatteten Patientenzimmern im 2-Bett-Standard und insgesamt 152 Betten noch zu errichten. Die Inbetriebnahme ist im 2. Quartal 2023 vorgesehen.

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