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Mutaree Change-BarometerGesundheitsbranche unter enormem wirtschaftlichen Druck

Steigender Kostendruck, immer mehr gesetzliche Anforderungen, Digitalisierung und die Bindung von Talenten. Das sind laut aktuellem Mutaree-Change-Barometer die größten Anforderungen der Gesundheitsbranche.

Foto: Christopher Meder (Fotolia)
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Bis 2021 sollen sich diese Anforderungen aus Sicht der Befragten noch weiter verstärken. Besonders der wirtschaftliche Druck mache der Branche zu schaffen. „Die Branche benötigt umfassende Veränderungsprozesse, die deutlich über die Umsetzung herkömmlicher Maßnahmen hinausgehen“, erklärte Dr. Martina Oldhafer, Leitung Change-Management am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Dazu müsse man grundlegend umdenken und an mehreren Stellschrauben gleichzeitig drehen, da sonst ein Scheitern der personal- und kostenintensiven Branche an ihrer Finanzierbarkeit oder am Fachkräftemangel drohe, betonte sie.

Als wichtigstes Health-Care-Thema präsentierte sich in den Ergebnissen des Change-Barometers der steigende Kostendruck. 45 Prozent der Befragten geben an, dass diesbezüglich zwar erste Vorbereitungen getroffen wurden, diese jedoch nicht abgeschlossen seien. 16 Prozent sind, laut Ergebnis, der Ansicht, den notwendigen Veränderungen in nächster Zeit wahrscheinlich nicht gewachsen zu sein. Nur sechs Prozent der Befragten gehen davon aus, im Bereich Kosten gut aufgestellt zu sein.

Akzeptanz digitaler Veränderungen gering

Auch die voranschreitende Digitalisierung bringt Bewegung in die Gesundheitsbranche. Von den Teilnehmern der Befragung erwarten 86 Prozent mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die digitale Patientenakte, 87 Prozent rechnen mit Telemedizin. Gleichzeitig hinkt die Akzeptanz der digitalen Veränderungen. Besonders im Klinikbereich ist die Unzufriedenheit mit den Systemen sehr hoch.

Das aktuelle Mutaree-Change-Barometer „Herausforderungen der Gesundheitsbranche 2017 – 2021“ wurde von der Mutaree GmbH in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Schleswig Holstein durchgeführt.  Insgesamt haben sich 100 Teilnehmer aus der Gesundheitsbranche an der Befragung beteiligt.

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