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RettungHelios beendet Corona-Jahr 2020 mit steigendem Umsatz

Der Umsatz und EBIT von Helios sind 2020 gestiegen. Die neue Regelung bei den sogenannten Freihaltepauschalen mildert einen Großteil der negativen Effekte durch Covid-19 ab.

Banknoten
Grecaud Paul/stock.adobe.com

Symbolfoto

Positives viertes Quartal für Helios Deutschland

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg im 4. Quartal 2020 um 11 Prozent (organisch: 8 Prozent) auf 1,64 Milliarden Euro (4. Quartal 2019: 1,48 Milliarden Euro). Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 7 Prozent (organisch: 6 Prozent) auf 6,34 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2019: 5,94 Milliarden Euro). Die neue Regelung bei den sogenannten Freihaltepauschalen milderte einen Großteil der negativen Effekte ab, so dass Covid-19-Effekte lediglich einen leicht negativen Einfluss auf das organische Umsatzwachstum im 4. Quartal und Geschäftsjahr 2020 hatten. Der Umsatz von Helios Spanien stieg im 4. Quartal 2020 um 15 Prozent (währungsbereinigt: 17 Prozent) auf 999 Millionen Euro (4. Quartal 2019: 867 Millionen Euro).

Der EBIT von Helios Deutschland stieg im 4. Quartal 2020 um 10 Prozent auf 157 Millionen Euro (4. Quartal 2019: 143 Millionen Euro). Die EBIT-Marge betrug 9,6 Prozent (4. Quartal 2019: 9,7 Prozent). Die angepassten Regelungen der sogenannten Freihaltepauschalen, die sich nunmehr an den Covid-19-Inzidenzen in der jeweiligen Region orientierten, glichen die zusätzlichen Belastungen weitestgehend aus, da Helios Deutschland auch weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Covid-19-Patienten einnahm. 

Umsatzwachstum durch Akquisitionen bei Fresenius Helios 

Das Ergebnis von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2020 um 14 Prozent auf 225 Millionen Euro (4. Quartal 2019: 197 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr 2020 lag das Ergebnis von Fresenius Helios mit 666 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Geschäftsjahr 2019: 664 Millionen Euro).

Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2020 auf 434 Millionen Euro (4. Quartal 2019: 226 Millionen Euro) aufgrund der verkürzten Zahlungsziele im Rahmen des Gesetzes zur wirtschaftlichen Entlastung der Krankenhäuser in Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei 16,5 Prozent (4. Quartal 2019: 9,6 Prozent). Im Geschäftsjahr 2020 stieg der operative Cashflow auf 1 149 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 733 Millionen Euro). Die Cashflow-Marge lag bei 11,7 Prozent (Geschäftsjahr 2019: 7,9 Prozent).

Der Umsatz von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2020 um 13 Prozent (währungsbereinigt: 13 Prozent) auf 2 637 Millionen Euro (4. Quartal 2019: 2 344 Millionen Euro). Das organische Wachstum betrug 9 Prozent. Akquisitionen trugen 4 Prozent zum Umsatzwachstum bei. Covid-19-Effekte hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die organische Umsatzentwicklung.

EBIT-Anstieg bei Helios Deutschland im Jahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 stieg der EBIT von Helios Deutschland um 4 Prozent auf 602 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 577 Millionen Euro). Die EBIT-Marge betrug 9,5 Prozent (Geschäftsjahr 2019: 9,7 Prozent). Durch die umfassenden Regelungen zu den Freihaltepauschalen hatten Covid-19-Effekte insgesamt einen unwesentlichen Einfluss auf die EBIT-Entwicklung im Geschäftsjahr 2020.

Erwartung bei Fresenius Helios für Geschäftsjahr 2021

Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Umsatz um 6 Prozent (währungsbereinigt: 7 Prozent) auf 9 818 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 9 234 Millionen Euro). Das organische Wachstum betrug 4 Prozent. Akquisitionen trugen 3 Prozent zum Umsatzwachstum bei.

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT-Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, jeweils inklusive Covid-19-Effekte.

Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien (Quirónsalud). Helios Deutschland betreibt 89 Krankenhäuser, 130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Quirónsalud betreibt 46 Krankenhäuser, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 6 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv.

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