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Ausblick unter VorbehaltRhön-Klinikum spürt Belastungen durch Corona-Krise

Die Corona-Krise und die Pflegeregulierung haben den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum im ersten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Das Konzernergebnis fiel von 8,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 4,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Konzernzentrale Rhön-Klinikum AG
Rhön-Klinikum AG

Konzernzentrale Rhön-Klinikum AG

Rhön-Klinikum habe wegen der Pflegeregulierung bereits einen spürbaren Ergebnisrückgang im ersten Quartal erwartet, hieß es. Hinzu gekommen seien noch erste Auswirkungen der Corona-Krise. Obendrein fielen im Vorjahresquartal positive Einmaleffekte an. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging deutlich von 28,7 auf 13,9 Millionen Euro zurück. Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 332,6 Millionen Euro. 

Übernahmepläne verursachen zusätzliche Kosten

Das im Nebenwerte-Index SDax notierte Unternehmen musste außerdem hohe Belastungen für Beratungen im Rahmen des Übernahmeangebots von Asklepios verkraften. Fürs laufende Geschäftsjahr rechnet Rhön-Klinikum insgesamt mit Beratungskosten von 6 bis 7 Millionen Euro.

Wie bereits bekannt, hält der Konzern das Asklepios-Angebot von 18 Euro je Aktie für angemessen. Am Vormittag bewegte sich die Aktie kaum und war zuletzt 18,22 Euro wert. Vom Krisentief Ende Februar hat sie sich mittlerweile wieder deutlich abgesetzt.

Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben oder unten

Unter Vorbehalt der Auswirkungen der Viruspandemie hält Rhön-Klinikum an seinem Ausblick fürs Gesamtjahr fest. Der Konzern peilt einen Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben oder unten an. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet der SDax-Konzern weiterhin mit einem Wert zwischen 72,5 und 82,5 Millionen Euro. Auch wenn Rhön-Klinikum wirtschaftlich solide aufgestellt sei, werde das Unternehmen die Corona-Krise spüren. Eine abschließende Beurteilung sei aber noch nicht möglich.

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