
Siemens Healthineers baut seinen Standort im oberpfälzischen Kemnath aus und investiert rund 70 Millionen Euro in eine neue Montage- und Fertigungshalle für Medizintechnik. Das teilte das Unternehmen am 15. Juli mit. Die Grundsteinlegung fand am gleichen Tag im Beisein der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) statt.
Die rund 4500 Quadratmeter große Halle soll bis Mitte 2027 in Betrieb gehen. Rund 3400 Quadratmeter sind für Produktionsflächen im Bereich Strahlentherapie vorgesehen, etwa 300 Quadratmeter für die Logistik. Zusätzlich werden rund 700 Quadratmeter im Bestandsgebäude modernisiert. Beide Gebäude sollen künftig direkt nebeneinander liegen und kurze logistische Wege ermöglichen. Kern der Anlage ist das sogenannte Smart Mechanic Center, eine hochautomatisierte Fertigung für große mechanische Komponenten.
„Siemens Healthineers bekennt sich klar zum Standort Deutschland und zum Standort Kemnath”, sagte Johannes Waldhör, Leiter des Standorts und kaufmännischer Leiter Tec Center Mechatronic Products. „Wir bauen den Standort Kemnath weiter aus, erhöhen die Produktivität und sichern damit viele Arbeitsplätze in der Region.” Die Erweiterung diene insbesondere dem weiteren Wachstum des Standorts sowie der gezielten Automatisierung in der Großzerspanung.
Bei der Umsetzung berücksichtigt das Unternehmen nach eigenen Angaben Nachhaltigkeitsziele. Das Gebäude sei für einen CO₂-neutralen Betrieb konzipiert, unter anderem mit vollelektrischer Energieversorgung, LED-Beleuchtung, geplanten Photovoltaik-Flächen und einem Retentionsdach zur Speicherung von Regenwasser. Zur Grundsteinlegung kamen zudem der Tirschenreuther Landrat Hubert Schicker, Kemnaths erster Bürgermeister Roman Schäffler sowie Vorstandsmitglied Elisabeth Staudinger.







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