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Effekte einer Multikomponentenintervention auf postoperatives Delir in der NeurochirurgieForschungsförderpreis Delir-Management der DIVI und Philips geht nach Berlin

Das Gewinner-Team des diesjährigen Forschungsförderpreises zum Thema Delir-Management der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Philips steht fest. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Ärzteschaft und Pflege der Klinik für Neurochirurgie des Vivantes Klinikums im Friedrichshain unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. med. Dag Moskopp erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für den Projektantrag „OptiBeDi - Optimierung der Behandlung von Patient*innen mit organisch verursachtem Delir auf einer neurochirurgischen Allgemeinstation: Erfahrungen, Ist-Zustand und Perspektive“. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der virtuellen Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen DIVI-Kongresses.

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Grafik Delir Forschungsförderpreis

Prof. Dr. med. Dag Moskopp
Prof. Dr. med. Dag Moskopp

Ziel ist die Evaluation einer spezifischen nicht-medikamentösen Multikomponentenintervention, um die postoperative Delir-Inzidenz zu reduzieren. Darüber hinaus werden Möglichkeiten untersucht, die das Angsterleben nach einem neurochirurgischen Eingriff verringern sollen. „Wir freuen uns sehr über den Preis und die damit verbundene Fördersumme“, erklärt Prof. Dr. med. Dag Moskopp. „Dank dieser Auszeichnung können wir im nächsten Jahr, aufbauend auf unseren praktischen Erfahrungen und systematisch erhobenen Daten rund um das Delir-Management, einen weiteren Systematisierungsschritt gehen. Im Zentrum steht das uns als wesentlich erscheinende Angstmoment bei unserem Patientenklientel, dem wir mit menschlicher Interaktion und zielgerichteter Aufmerksamkeit begegnen wollen.“ Mit dieser Herangehensweise an das Thema konnte das Team im Auswahlprozess punkten. „Uns hat an der Bewerbung unter anderem der innovative Ansatz überzeugt, sich systematisch der Teilsymptomatik Angst zu widmen und psychosomatisch etablierte Verfahren einzusetzen“, stellt Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen, Sprecher der DIVI-Sektion Bewusstseinsstörungen und Koma heraus.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiftet Philips. Mit seinem Engagement möchte das Unternehmen einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Management des Delirs leisten. „Die Auswahl des Gewinnerprojekts zeigt erneut, wie vielschichtig und komplex das Delir ist“, so Marcus Bataryk, Leader Connected Care bei Philips DACH. „Hier zeigt sich auch, dass das Thema neben den verschiedenen Maßnahmen und Tools ein gut ausgebildetes Team braucht, und ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg bei der Projektumsetzung.“
 

Forschungsförderpreis Delir-Management

Den Forschungsförderpreis Delir-Management gibt es seit 2017. Mit seiner Vergabe werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit Forschungsvorhaben in den Bereichen Delir-Management, Delir-Screening oder nicht-pharmakologische Delir-Prävention ausgezeichnet und gefördert. Die DIVI übernimmt die wissenschaftliche Begutachtung der Bewerbungen sowie die Auswahl der Preisträgerinnen oder Preisträger.

Ausführliche Informationen zum Forschungsförderpreis Delir- Management: www.divi.de/forschung/preise-ausschreibungen

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