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kma Klinik Management aktuell im Gespräch mit PhilipsInterview mit Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, DFB und Thomas Schönen, Global Business Leader Sports & Health Solutions, Philips: DFB-Akademie und Philips – Die perfekte Doppelspitze

Die sportmedizinische Versorgung von Spitzensportlern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Möglich wird dies durch die rasante technologische Entwicklung in der Medizin, mit der sich beispielsweise unter Einbeziehung digitaler Daten oder mobiler Technologien sehr präzise an der individuellen Leistungskurve
der Spieler arbeiten lässt. Wie Philips als Gesundheitstechnologie-Partner der DFB-Akademie zu einer optimalen Betreuung – nicht nur von Spitzenfußballern – beitragen kann, erklären Oliver Bierhoff und Thomas Schönen im Doppelinterview.

© Foto: Philips

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, DFB © Foto: DFB

Thomas Schönen, Global Business Leader Sports & Health Solutions, Philips © Foto: Philip

Das Start-up Mindance ist Gewinner des Innovationspreises Performance & Health im Leistungssport. (v.l.n.r.: Dr. Alex von Frankenberg (Geschäftsführer

High-Tech-Gründerfonds), Teresa Enke (Vorstandsvorsitzende Robert-Enke-Stiftung), Thomas Schönen (Global Business Leader Sports & Health Solutions, Philips), Lukas Stenzel (Co-Founder und CSO Mindance), Dr. Tobias Haupt (Leiter der DFB-Akademie), Nicklas Dietrich (Athletik-Trainer DFB A-Nationalmannschaft), Univ.-Prof. Dr. med. Tim Meyer (Mannschaftsarzt DFB A-Nationalmannschaft)) © Foto: Philips

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Herr Bierhoff, wieso braucht es eine Partnerschaft mit Philips?

Die Zeiten, in denen man lediglich Eisbeutel zur Erstbehandlung auf das Knie gelegt hat, sind vorbei. Die Physis hat im Fußball heute eine so hohe Bedeutung, dass wir offen sein müssen für moderne Technologien und Know-how aus Wissenschaft und Forschung, um unsere Protagonisten mit den aktuell verfügbaren Vorsorge-, Begleit- und Nachsorgekonzepten noch besser zu machen. Hier haben wir mit Philips ein innovatives Gesundheitstechnologieunternehmen
gefunden, das unsere Interessen teilt.

Und dafür wurde jüngst ein eigener Geschäftsbereich gegründet, richtig Herr Schönen?


Richtig. Der neue Geschäftsbereich Sports & Health Solutions von Philips kümmert sich darum, technologische Innovationen im Bereich Sportgesundheit zu entwickeln, die die Mannschaften und die Sportler leistungsfähiger und erfolgreicher machen. Konkretes Ziel ist der globale Aufbau und Betrieb von sportmedizinischen Leistungszentren nach dem Vorbild des in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dem Fußballverein HSV entwickelten Pilotprojekts Athleticum am Volkspark.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit vorstellen, Herr Bierhoff?


Wir profitieren in vielerlei Hinsicht voneinander. Im ersten Schritt war für uns das Wichtigste, dass wir unser Wissen teilen, uns gegenseitig inspirieren und gemeinsam das Thema vorantreiben. Dabei geht es nicht nur darum, Geld und Leistung auszutauschen, sondern die Partnerschaft auch wirklich authentisch zu leben …

… und Technologien im Spitzensport zu testen und weiterzuentwickeln, Herr Schönen?

Ja, unsere Partnerschaft ist mehr als die Bereitstellung modernster Lösungen zur medizinischen Versorgung. Uns interessieren ihre Effekte hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie. Ein extrem spannendes Thema ist die Digitalisierung. Genau wie in der Gesundheitsversorgung geht es auch im Sport darum, die Datenmassen konvergent auf einer Plattform zusammenzuführen und daraus Rückschlüsse für bessere Trainings-, Reha- und Leistungsprogramme zu ziehen. Wir glauben, dass wir hier mit unseren Lösungen einen echten Mehrwert leisten können. Ebenso spannend ist unser Projekt mit mobilem Point-of-Care-Ultraschall. Unsere Ultraschalllösung Lumify besteht nur aus einem Schallkopf, der mit einem Smartphone oder einem Tablet verbunden wird und direkt am Spielfeldrand eingesetzt werden kann. Ein anderes Beispiel ist der Einsatz ganz neuer Technologien für die Messung der Muskelermüdung. Also viele spannende technologische Ansätze, die wir gemeinsam ausarbeiten und hoffentlich dann zur Marktreife führen.

Herr Bierhoff, das heißt, es profitiert nicht nur der Spitzensport davon?


Erst einmal wollen wir uns um den Spitzensportler kümmern, also um den Spitzenspieler oder Spitzentrainer, um den Leistungsfußball besser zu machen. Aber dieses Wissen wollen wir dann auch an unsere 26 000 Vereine und unsere 6,5 Millionen Mitglieder weitergeben. Im Grunde genommen also an ganz Fußball-Deutschland, wenn es möglich ist. Die Idealvorstellung ist also, dass wir Technologien, die wir in der Spitze entwickeln, dann auch für die Breite herunterbrechen.

Herr Schönen, was könnte das für eine Technologie sein?

Alles, was für den Spitzensport eingesetzt wird, ist im Grunde auch für den Breitensport denkbar. Eine Technologie, die schon heute verfügbar ist, ist Lumify mit Reacts. Sie macht eine telemedizinische Diagnostik möglich, indem sie dem Anwender erlaubt, sich während der Untersuchung in Echtzeit Face-to-Face mit Kollegen auszutauschen. Das kann eine interessante Erweiterung für Mannschaften aus unteren Ligen und Amateur-Mannschaften sein, die keinen Mannschaftsarzt zur Verfügung haben.

Ein weiterer Teil der Partnerschaft ist der Innovationspreis Performance & Health im Leistungssport, der Anfang September in Hamburg verliehen wurde. Was erhofft man sich davon, Herr Bierhoff?

Gesundheits-Start-ups sind ein sehr wichtiger Aspekt für uns. Wir können uns selber nicht direkt um das Thema Gesundheit kümmern. Deswegen brauchen wir gute Brücken, gute Plattformen und Philips mit seinem Health Innovation Port. Sie helfen uns dabei, unser Netzwerk zu erweitern und mit geeigneten Unternehmen ins Gespräch zu kommen, mit denen wir gemeinsame Ideen und Projekte entwickeln, uns gegenseitig inspirieren und austauschen. Darüber sammeln wir wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen über die technologischen Möglichkeiten.

Wer hatte denn bei dem Innovationspreis die Nase vorn, Herr Schönen?


Gewonnen hat das Leipziger Start-up Mindance mit einer Sportpsychologie-App. Über sie sollen Leistungssportler Zugriff auf sportpsychologische Trainingstechniken erhalten, um ihre psychische Gesundheit zu stärken. Das Startup darf sich nun bei der Weiterentwicklung über die Unterstützung von Philips und der DFB-Akademie freuen. Weitere Partner der Veranstaltung waren die Robert-Enke-Stiftung und der High-Tech-Gründerfonds.

Herr Bierhoff, wie soll das Thema „Sportmedizinische Versorgung“ zukünftig in der DFBAkademie verankert sein?

Philips ist natürlich unser Hauptansprechpartner bei diesem Thema. Aber wir versuchen darüber hinaus, auch über unser wissenschaftliches Netzwerk und mit den für uns tätigen hoch spezialisierten Honorarkräften, die für unsere Mannschaften arbeiten, immer wieder neues Wissen zu generieren. Ich wünsche mir, dass die DFB-Akademie mehr und mehr auch in den Köpfen der Menschen stattfindet und sich jeder, der eine Idee hat, die den Fußball und seine Protagonisten besser machen kann, an uns wendet und diese mit uns teilt. So wird die DFB-Akademie zu einem Raum der Inspiration.

Mehr Informationen dazu, wie Philips Daten, Technologien und Menschen vernetzt, finden Sie unter philips.de/grenzenlos.

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Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die Anforderungen. Gefragt sind neue Wege der Zusammenarbeit. Bei Philips entwickeln wir integrierte Lösungen, die Menschen, Technologien und Daten zusammenbringen.

Gemeinsam mit Kunden und Partnern treiben wir Innovationen im Gesundheitssystem voran. Denn Gesundheit hört nicht an Abteilungs- oder Sektorengrenzen auf. Das muss auch für die Versorgung gelten.

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