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Die digitale Intensivstation

Bessere Pflege durch PDMS und Telemedizin

Intensivstationen können von der Digitalisierung vor allem durch Telemedizin und Patientendatenmanagementsysteme (PDMS) profitieren, indem sich Ärzte und Pfleger zielgerichtet vernetzen und standortübergreifend zusammenarbeiten. Wie das funktioniert, zeigt ein Projekt in Baden-Württemberg.

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Teamarbeit über alle Versorgungsstufen hinweg: Digitale Lösungen eröffnen neue Wege der Kommunikation zwischen den Behandlungspartnern zum Wohle des Patienten.

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Gut abgestimmte, standortübergreifende Nachsorge: Die Patientendaten werden über die zentrale Plattform weitergegeben, sodass alle berechtigten Ärzte Zugriff darauf haben und auf dem aktuellsten Stand sind.

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Die Teleintensivmedizinplattform Baden-Württemberg (TIP BW) ermöglicht eine standortübergreifende und heimatnahe Versorgung von Intensivpatienten.

Atemnot, blaue Lippen, Schmerzen im Brustkorb – als Peter W. in die Notaufnahme eines großen Universitätsklinikums eingeliefert wurde, stand die Diagnose gleich nach dem ersten EKG fest: Herzinfarkt. Peter W. hatte sich schon länger nicht gut gefühlt, einen Arzt hat er allerdings nie aufgesucht. Das hat nun Folgen: Neben einer schweren Hypertonie, welche auch ursächlich für den Herzinfarkt war, stellten die Ärzte im Krankenhaus auch noch eine Diabetes Mellitus Typ II und eine mittelschwere Arthritis fest. Auch die Nierenwerte bewegten sich im kritischen Bereich.  

Peter W. würde nun also eine Zeit lang auf der Intensivstation bleiben und auch nach seinem Krankenhausaufenthalt noch medizinische Betreuung brauchen. Bei solchen komplexen Erkrankungen wie in diesem Fall ist eine gut funktionierende, interdisziplinäre Teamarbeit unter dem medizinischen Personal ganz entscheidend: Ärzte, Pfleger und Fachärzte müssen sich regelmäßig über aktuelle Befunde austauschen, gerade wenn die Nachsorge an einem anderen Standort stattfindet, denn Peter W. wohnt etwa 160 Kilometer vom Uniklinikum entfernt. Sobald er entlassen ist, wird er ein Krankenhaus für die Nachsorge in seiner Heimatstadt aufsuchen.    

Heimatnahe Versorgung von Intensivpatienten  

Damit Intensivpatienten wohnortnah versorgt werden können und alle beteiligten medizinischen Einrichtungen gleichermaßen über den Patienten informiert sind, hat das Universitätsklinikum Tübingen ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Über die „Teleintensivmedizin-Plattform Baden-Württemberg“ (TIP BW) können sich die behandelnden Ärzte und Pfleger der stationären Intensivmedizin in der Universitätsklinik Tübingen mit dem Zollernalb Klinikum sowie perspektivisch mit weiteren Einrichtungen der stationären und ambulanten Intensivmedizin künftig standortübergreifend über Patienten austauschen.  

Austausch intensiv-medizinischer Informationen in Echtzeit  

An diesem Projekt ist die Meierhofer Medizintechnik GmbH als Technologiepartner beteiligt und bringt das Dokumentationssystem M-PDMS für die Intensivmedizin ein. Die Übermittlung intensiv-medizinischer Informationen in Echtzeit ermöglicht eine schnelle und standortübergreifende teleintensivmedizinische Diagnostik, Therapieplanung (z.B. via Telekonsil) und Therapiedurchführung für die Patientinnen und Patienten vor Ort mit begleitenden regelmäßigen Teleintensiv-Visiten. Zusätzlich zum standardisierten digitalen Austausch medizinisch relevanter Informationen über das M-PDMS wird durch die Telemedizin-Plattform die begleitende Durchführung von regelmäßigen standortübergreifenden Telekonsilien, Televisiten und Fallbesprechungen in Echtzeit via Videokonferenz und Chat-Funktion ermöglicht.  

„Mit Hilfe digitaler Lösungen kann langfristig eine wohnortnahe intensivmedizinische Versorgung in hoher Qualität für strukturschwache Regionen sichergestellt werden. Weil digitale Informationen einfach geteilt werden können, ergeben sich neue Möglichkeiten in der Kommunikation zwischen den Behandlungspartnern zum Wohle der Patienten“, ist Mirjam Stamm, Bereichsleiterin Produktentwicklung bei der Meierhofer Medizintechnik GmbH überzeugt.   Von der Digitalisierung in der Intensivmedizin profitiert nicht nur Peter W., der schneller wieder nach Hause darf. Im Rahmen der telemedizinischen Zusammenarbeit lassen sich auch standortübergreifende Teamlernprozesse zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Intensivmedizin über die verschiedenen Versorgungsstufen hinweg etablieren.

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