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Apollo-DatenbankBessere Versorgung bei Nierenerkrankungen dank KI

Mit dem Apollo-Datenbankprojekt sollen das Verständnis von Nierenerkrankungen und die Dialysetherapien verbessert werden. Die Datenbank enthält die Daten von mehr als 540000 Patienten. 

Datenbank
jirsak/stock.adobe.com
Symbolfoto

Fresenius Medical Care hat einen wichtigen Meilenstein in der digitalen Transformation und langfristigen KI-Strategie erreicht. Mit dem Apollo-Datenbankprojekt soll die Qualität und das Ergebnis bei der Versorgung von Menschen mit Nierenerkrankungen verbessert werden, indem die Behandlung personalisierter und präziser gestaltet wird. 

In der ersten Phase des Apollo-Datenbankprojekts wurden Daten aus den weltweiten klinischen Systemen des Unternehmens in der Cloud harmonisiert. Hierzu wurden Daten aus 40 Ländern auf sechs Kontinenten zu mehr als 350 Patientenbehandlungsparametern zusammengeführt. Die Datenbank umfasst Informationen von mehr als 540.000 Dialysepatienten, mehr als 140 Millionen Dialysebehandlungen und mehr als 34 Millionen Laborunteranalysen.

Nach Angaben des Unternehmens ist es die größte multinationale Datenbank mit longitudinalen Daten dieser Art. Die Datenbank bietet eine vollständige Anonymisierung der Daten und einen optimierten Weg für globale Analysen. Dabei werden die komplexen globalen, regionalen und lokalen Datenschutzanforderungen, einschließlich HIPAA und GDPR, eingehalten.

Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert.

Die Apollo-Datenbank trage nicht nur dazu bei, das Verständnis von Nierenerkrankungen und Dialysetherapien durch datenbasierte Erkenntnisse zu verbessern, sagt Dr. Frank Maddux Global Chief Medical Officer und Mitglied des Vorstands von Fresenius Medical Care. Sie liefere auch Daten von hoher Qualität, Relevanz und Aktualität – wichtige Datenattribute, die für die Verwirklichung von KI-Ambitionen im großen Maßstab entscheidend wären. „Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie basiert", so Maddux. 

„Die Dialyseversorgung erzeugt eine große Menge an Daten, die für sekundäre Zwecke genutzt werden können. Multinationale Datensätze sind jedoch rar, da weltweit unterschiedliche, komplexe Datenschutzbestimmungen eingehalten werden müssen und die Harmonisierung von Daten aus verschiedenen klinischen Systemen eine Herausforderung darstellt", sagte Dr. Len Usvyat, Head of Clinical Advanced Analytics bei Fresenius Medical Care. „Dieses wichtige Datenwerkzeug erhöht die Geschwindigkeit und Robustheit der analytischen Fähigkeiten des Unternehmens und sorgt für mehr Konsistenz bei der Generierung datenbasierter klinischer Erkenntnisse. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben das Potenzial, nicht nur die medizinische Praxis zu verbessern, sondern vor allem die Lebensqualität von Menschen mit Nierenerkrankungen."

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