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Neues VerfahrenHirnschädigungen und ihre Folgen automatisch erkennen

Ein Forscherteam arbeitet an einer neuen Technik, die Hirnschädigungen bei Schlaganfällen schneller erkennen kann und ihre Folgen abschätzen soll. Es handelt sich um ein Verfahren der künstlichen Intelligenz, das aus Bilddaten und von Ärzten lernt. 

Verfahren um Hirnschädigungen zu erkennen
view - die agenturTUK/view

Das Team um Robin Maack (l.) und Kurt Schardt arbeitet an dem neuen Verfahren.

Nach einem Schlaganfall sind bestimmte Bereiche im Gehirn nicht mehr leistungsfähig. Experten sprechen hier von Läsionen. Sie zu erkennen und ihre Folgen abzuschätzen ist mit heutigen Bildgebungstechniken nicht möglich, wäre aber wichtig für eine Therapie. Ein Forscherteam der Technischen Universität Kaiserslautern arbeitet an einer neuen Technik, die Läsionen automatisch erkennt und Folgen vorhersagt. Das Verfahren wird auf der Medica 2021 vorgestellt.

Bei einem Schlaganfall führt der Verschluss von Gefäßen im Gehirn dazu, dass bestimmte Bereiche nicht mehr ausreichend oder gar nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Die dadurch entstandenen Läsionen sind mit aktuellen Verfahren der Bildgebung schwer zu erkennen.

„Sie können sich im Laufe der Zeit stark verändern, indem sie entweder wachsen beziehungsweise schrumpfen“, erläutert Robin Maack, Doktorand in der Arbeitsgruppe „Computer Graphics and Human Computer Interaction“ von Professor Dr. Hans Hagen an der Technischen Universität Kaiserslautern. „Die finale Läsion ist aber entscheidend für die erfolgreiche Wahl der Behandlung und Rehabilitation eines Patienten.“

Das Netzwerk lernt aus der Erfahrung von Ärzten

Gemeinsam mit seiner Forscherkollegin Dr. Christina Gillmann von der Universität Leipzig arbeitet Maack an einer neuen Methode, mit der solche Schäden künftig früh aufgespürt und ihre Spätfolgen abgeschätzt werden sollen. Zum Einsatz kommt ein neuronales Netzwerk, ein Verfahren der künstlichen Intelligenz, das aus den Daten der bildgebenden Verfahren und Erfahrungen von Ärzten lernt. So ließen sich Schädigungen früh aufspüren.

Mit der Methode analysieren Maack und Gillmann Bilddaten von Computertomografien und sind so in der Lage, neue Daten ohne die Hilfe von Medizinern auszuwerten. Interessant ist die Technik für die Diagnose bei Schlaganfällen, um früh entsprechende Therapiemaßnahmen ergreifen zu können.

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