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Cyber-AttackeBayerische Krankenhausgesellschaft übersteht Hacker-Angriff

Nach eigenen Angaben ist die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) Opfer eines Hacker-Angriffts geworden. Cyber-Kriminelle hätten Phishing-Mails verschickt und sich so Zugriff zum Mail-Server der BKG verschafft.

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Symbolfoto

Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) hat nach eigener Einschätzung mit einen aktuellen Hacker-Angriff zu kämpfen gehabt. Der Dachverband der Kliniken in Bayern sei nun jedoch wieder per E-Mail erreichbar, sagte ein Sprecher am 7. Dezember 2021. Am 29. November 2021 der vergangenen Woche hatten sich Cyber-Kriminelle Zugriff zum Mail-Server der BKG verschafft und mit Absendern des Verbandes sogenannte Phishing-Mails verschickt, um auch in andere Computersysteme einzudringen. Die BKG hatte ihren Mail-Server deshalb zunächst abgeschaltet. Es sei nichts davon bekannt, dass Computersysteme der Krankenhäuser in Bayern, mit denen die BKG in Kontakt steht, infiziert wurden, erklärte die BKG.

Wer hinter der Attacke steht, sei unklar, sagte der Verbandssprecher. Wahrscheinlich sei die Krankenhausgesellschaft nicht gezielt attackiert worden. Vielmehr sei sie nach den bisherigen Erkenntnissen bei einer breiter angelegten Cyberattacke zufällig in Mitleidenschaft gezogen worden. Es habe auch keine Forderungen von Erpressern gegeben, etwa damit im Gegenzug zu einer Lösegeldzahlung die Schäden wieder behoben werden.

Als Reaktion habe die BKG ihr E-Mail-System komplett umgestellt, erklärte der Sprecher. Das allgemeine Datensystem des Verbands sei nicht betroffen gewesen, sondern nur der Mail-Server. Dieser sei dauerhaft abgeschaltet worden. Die Krankenhausgesellschaft wickele ihren Mail-Verkehr jetzt über eine neue Software-Lösung ab, die ohnehin eingeführt werden sollte.

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