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Technologie-PartnerschaftMühlenkreiskliniken gründen KI-Forschungslabor

Das Universitätsinstitut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin der Mühlenkreiskliniken steht vor dem Umbau zu einem überregional bedeutsamen High-Tech-Standort. Hierzu hat das Institut mit Siemens Healthineers eine Technologie- und Forschungspartnerschaft begründet.

Dr. Jan Borggrefe
Mühlenkreiskliniken

Prof. Dr. Jan Borggrefe, Direktor des Universitätsinstituts für Radiologie der Mühlenkreiskliniken, zeigt im neuen Datenlabor der Mühlenkreiskliniken, welche Möglichkeiten durch KI bei der Befundung von Röntgenbildern entstehen.

Die Mühlenkreiskliniken und Siemens Healthineers wollen das Potential der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Radiologie erforschen und dadurch die technologische Entwicklung sowie die Qualität der klinischen Versorgung voranbringen. Dazu gehen sie jetzt eine auf zehn Jahre ausgelegte Technologie- und Forschungspartnerschaft ein.

Für Siemens Healthineers sind die Mühlenkreiskliniken und das Universitätsinstitut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin ein wichtiger Partner: „Uns haben insbesondere die Verbundstruktur und die Breite der Versorgungsstufen überzeugt. Die Mühlenkreiskliniken bieten von der Grundversorgung bis zur Universitätsmedizin alle Versorgungsstufen an. Das ist in der Form nahezu einmalig in Deutschland.“, sagt Dr. Philipp Fischer, globaler Leiter des Geschäftsfeldes Computertomographie bei Siemens Healthineers.

Geräte noch vor weltweiter Markteinführung im Einsatz

Die Technologie- und Forschungspartnerschaft beinhaltet neben der Erweiterung der technologischen Infrastruktur auch eine umfassende Geräteausstattung. In den kommenden drei Jahren werden mehr als 30 brandneue radiologische Großgeräte an den Standorten der Mühlenkreiskliniken installiert. Hierbei werden zum Teil bahnbrechend innovative Geräte noch vor der weltweiten Markteinführung für die Patientinnen und Patienten im Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus bereitstehen.

„Aufgrund unserer wissenschaftlichen Vorleistungen erhalten wir von Siemens Healthineers nun Technologien, die mit Geld allein nicht zu kaufen sind. Dies beinhaltet nicht nur gute Geräte, sondern auch eine digitale Vernetzungsstruktur für die breite Patientenversorgung, welche vielfältige Anwendungen Künstlicher Intelligenz in den Alltag integriert. Dies wird zu einer weiteren Verbesserung unserer Versorgungsleistung führen und verwandelt den Maschinenraum des Universitätsklinikums Minden wie auch den der Standorte in Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden in Innovationshotspots. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie der Mühlenkreis von der akademischen Arbeit im Verbund der Ruhr-Universität Bochum profitiert“, erklärt Professor Dr. Jan Borggref, Institutsleiter.

Trainingslager für Künstliche Intelligenz (KI)

Ein erstes Projekt der neuen Kooperation ist bereits umgesetzt: Im Universitätsklinikum Minden ist in den vergangenen Wochen das IDKIS (Interdisziplinäres Datenlabor für Künstliche Intelligenz und Statistik) entstanden. Auf den ersten Blick völlig unscheinbar, verbergen sich hinter den Computerarbeitsplätzen drei Hochleistungsserver, eine Wissenschaftsinfrastruktur und Prototypen wie auch zertifizierte klinische Anwendungen neuster KI-Software.

Die Algorithmen durchsuchen zum Beispiel radiologische Bilder, detektieren Anomalien und schlagen Diagnosen vor. In einem interaktiven Prozess mit der Ärzteschaft können die Algorithmen diese dann live bei der Arbeit unterstützen, um schwierige Fälle noch präziser bewerten zu können. In anderen Projekten helfen die Algorithmen schlicht dabei, die Untersuchung zu beschleunigen und aussagekräftige Bilder, ohne oder mit nur sehr wenig Strahlung anzufertigen. „In verschiedenen Forschungsvorhaben arbeiten wir daran, die Algorithmen zu verbessern. Ziel ist es, dass in ein paar Jahren die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz bei der Untersuchung zum Standard wird. Wir betreiben in Minden ein Trainingslager für Künstliche Intelligenz“, sagt Prof. Dr. Jan Borggrefe.

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