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Große Kooperation

Neues Medizininformatik-Projekt will Forschungsdaten besser nutzbar machen

Die Medizininformatik-Initiative „Smart Medical Information Technology for Healthcare“ (SMITH) des BMBF begeht am 20. Februar 2018 mit einem Kick-off-Meeting den öffentlichen Projektstart. Insgesamt 17 Partner aus Hochschulmedizin, Forschung und Industrie sind an dem Projekt beteiligt.

Digitale Infrastruktur

Foto: Fotolia (ra2 studio)

Das Konsortium SMITH verbindet Kompetenzen aus Medizin, Informatik und Epidemiologie. In enger Kooperation der SMITH-Partner wird eine Architektur für die interoperable, gesetzeskonforme Nutzung von Daten aus der Krankenversorgung und der patientenorientierten Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten aufgebaut.

Am Beispiel von drei Anwendungsfällen soll im Konsortium schnell eine Verbesserung der Patientenversorgung sichtbar gemacht und perspektivisch über einen Marketplace die Nutzung der Ergebnisse durch weitere Vernetzungspartner ermöglicht werden.

Die Auswertung medizinischer Daten vereinheitlichen

An den Universitätsklinikstandorten Aachen, Bonn, Essen, Halle, Hamburg, Jena und Leipzig sollen miteinander kooperierende Datenintegrationszentren (DIZ) aufgebaut werden. Diese haben unter anderem die Aufgabe, als Daten-Broker und Treuhandstelle die Bereitstellung von Daten vorzubereiten und zu organisieren. Die Einrichtung der sieben DIZ erfolgt in vergleichbarer Funktionalität.

Alle DIZ sind in die Universitätskliniken eingebettet und etablieren datenschutzkonforme Schnittstellen zu Versorgungsdaten. Damit werden Datenanalysen auf Versorgungsdaten möglich, die wiederum unmittelbar zu einer Verbesserung der Patientenversorgung führen werden. Dazu sagt Prof. Dr. Wolfgang Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig: "Im Kern geht es bei SMITH darum, dass sieben Universitätsklinika, die dazugehörigen Universitäten und eine Reihe von Industrie- und Forschungspartnern sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen haben, das die Auswertung medizinischer Daten vereinheitlichen und verbessern soll. Ziel dabei ist, medizinische Erkenntnisse zu gewinnen, die die Behandlung der Patienten optimieren." 

Auf einem "Marketplace" sollen Projektergebnisse übertragen werden

Zur Anwendung und Verwertung der Projektergebnisse ist ein umfangreiches Roll-out-Programm geplant, welches sowohl in den beteiligten Universitätsklinika als auch bei Netzwerkpartnern zu spürbaren Verbesserungen in der Patientenversorgung in den Use Case-Bereichen führen wird. Das SMITH-Konsortium entwickelt für das Roll-out eine "Marketplace" genannte Zusammenstellung von IT-Werkzeugen zur Übertragung der Projektergebnisse in andere Kliniken, zu  regionalen Gesundheitsversorgern und in Ärztenetzwerke

  • Schlagwörter:
  • Medizininformatik-Projekt
  • Smart Medical Information Technology for Healthcare
  • SMITH
  • Forschung
  • Medizinische Daten
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