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In EchtzeitSmarte Zutrittskontrollsysteme per Mitarbeiterausweis

Intelligente Zutrittskontrollsysteme regeln komfortabel den Zugang zu bestimmten Bereichen in einer Gesundheitseinrichtung. Personenbezogene Rechte werden tagesaktuell auf die Ausweise geschrieben. Es lassen sich auch noch weitere sicherheitsrelevante oder organisatorische Anwendungen integrieren.

Lese-Update-Vorgang
Matthias Morawetz/CES

Zum Arbeitsbeginn authentifizieren sich die Mitarbeitenden an den Updateterminals. Hier werden die personenbezogenen Berechtigungen geprüft und aktualisiert.

Möbelschloss an Umkleide
CES

Mit der Hilfe von RFID-Möbelschlössern kann die Vergabe von Personalspinden komfortabel organisiert werden.

Ein modernes Zutrittskontrollsystem wie zum Beispiel AccessOne kombiniert die konventionelle Zutrittskontrolle mit intelligenter mechatronischer Schließtechnik. Es lässt sich zentral und standortübergreifend verwalten. Berechtigungsänderungen erfolgen in der Software des Zutrittskontrollsystems und werden an die angeschlossenen Controller weitergegeben, die wiederum mit Lesern mit Update-Funktion verbunden sind. Diese verkabelten Controller steuern und überwachen die Türen.

Eine Vielzahl an Türsituationen ist bereits vordefiniert. So sind von der einfachen Türöffnung über das Steuern von Automatiktüren bis hin zur komplexen Schleusensteuerung mit etlichen Parametern viele Funktionalitäten gegeben. Die Controller arbeiten dabei vollständig im Stand-Alone-Betrieb. Sollte einmal die Netzwerkverbindung zur übergeordneten Zutrittskontrollzentrale ausfallen, sind die Controller jederzeit in der Lage, eigenständig und ohne Funktionseinschränkung für die Sicherheit der Türen zu sorgen. Sollten die Controller an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) angeschlossen sein, funktionieren sie auch bei einem Stromausfall.

Budgetschonende, mechatronische Schließgeräte

Türen zu Laboren, Stations- und Patientenzimmern sowie Ruheräumen für das medizinische Personal lassen sich mit mechatronischen Offline-Schließgeräten ausstatten. Die mechatronischen Beschläge und Zylinder sind batteriebetrieben und können ohne Kabel an der Tür montiert werden. Die mechatronischen Schließgeräte müssen nur einmalig programmiert werden. Nach einer initialen Basisprogrammierung müssen die Schließgeräte an den Türen im Falle von organisatorischen Veränderungen oder Schlüsselverlusten nicht mehr persönlich aufgesucht werden. Bei einem großen Klinikkomplex mit Hunderten von Schließgeräten bedeutet dies einen beachtlichen Kostenvorteil.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Der Zutritt zu hochsicherheitssensiblen Bereichen, wie zum Beispiel zu Serverräumen oder Technikräumen, in denen sich die Versorgungsnetzwerke des Krankenhausbetriebs befinden, muss oftmals mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung ausgestattet sein. Neben dem berechtigten Zutrittsmedium sollte daher mindestens ein geistiges Merkmal wie ein PIN-Code angewendet werden. Verschiedene AccessOne-Leser und Updater stellen deshalb neben dem RFID-Leser auch ein PIN-Pad zur Verfügung. Nur wer beide Merkmale anbieten kann, erhält auch Zutritt.

Der Zutritt zu hochsicherheitssensiblen Bereichen, in denen sich die Versorgungsnetzwerke des Krankenhausbetriebs befinden, muss oftmals mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung ausgestattet sein.

Intelligentes Berechtigungskonzept

Beim Wechsel von einer Abteilung zur nächsten vollzieht das intelligente Berechtigungskonzept mit ein paar wenigen Klicks in der Software den Wechsel der Berechtigungen. Wechselt eine Pflegekraft beispielsweise die Abteilung muss sie sich weder an die Personalverwaltung wenden, noch muss ein Haustechniker an lokalen Schließgeräten Änderungen vornehmen. Zum Schichtbeginn auf der neuen Station authentifiziert sich die Pflegekraft wie gewohnt mit ihrem Ausweis an einem Updater. Im Hintergrund werden zeitgleich und im Bruchteil einer Sekunde die Zutrittsberechtigung für diesen Zugang überprüft, die Tür freigegeben und die aktualisierten Berechtigungen für die mechatronischen Schließgeräte auf der neuen Station auf den Ausweis der Pflegekraft geschrieben.

Nicht nur die Klinikmitarbeitende, sondern auch Handwerker, Wartungs- und Servicedienstleister sowie vorübergehend Beschäftigte benötigen Ausweise mit entsprechenden Berechtigungen. Mit einer optionalen Funktion zur Ausweiserstellung können Layouts für Ausweise direkt in der Software mit Hilfe eines einfach zu bedienenden grafischen Editors erstellt werden. Der Ausweis kann direkt aus der AccessOne-Software mit einem speziellen Drucker zeitgleich gedruckt und (für 13,56 MHz RFID-Ausweise) codiert werden. Hierbei greift der Editor über eine Schnittstelle auf die Datenbankfelder der Personenstammdaten zu, um die personalisierten Ausweise zu erstellen.

Ausweisverlust

Falls ein Ausweis verloren geht, wird diese Information direkt an alle Controller weitergegeben. Damit wird quasi in Echtzeit eine Berechtigung des Ausweises zu sensiblen Bereichen entzogen. Sobald ein Unbefugter den gesperrten Ausweis vor einen Updater hält, wird ein Sperrvermerk auf den Ausweis geschrieben. Ab diesem Zeitpunkt bekommt der gesperrte Ausweis keinen Zutritt mehr zu den Offline-Schließgeräten. Die Sicherheit der Innenbereiche wird damit bereits an den Zugängen definiert. Die Sperr-Information wird außerdem auf alle anderen Ausweise geschrieben, sobald sie an den Updater gehalten werden. Die Ausweise übertragen den Sperrvermerk dann an die Offline-Schließgeräte, die sie betätigen. Dadurch hat der gesperrte Ausweis dort keinen Zutritt mehr, selbst wenn er noch nicht am Updater war.

Elektronische Möbelverschlüsse

Wenn die elektronischen und batteriebetriebenen Möbelschlösser in die Zutrittskontrolle integriert sind, können die Klinikmitarbeitende die Möbel bedarfsgerecht und komfortabel öffnen und schließen. Über die Ausweise lassen sich etwa der Zugriff auf Arzneimittel protokollieren und wertvolle Diagnosegeräte oder Patientendaten geschützt verwahren. In Bereichen, in denen viele Personen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten, teilen sie sich häufig die Personalspinde. Zu Beginn der Schicht wählt der Mitarbeitende einen freien Schrank. Diesen kann er mit seinem Ausweis an diesem Tag belegen. Hat er am Ende seiner Schicht die Schranknummer vergessen, helfen ihm die Infoterminals des Zutrittskontrollsystems weiter. Nach dem Lesen des Zutrittsmediums wird ihm auf dem Display die Schranknummer angezeigt und auch die noch verbleibende Belegungsdauer. Sind Kapazitäten in den Mitarbeiterumkleiden knapp, können die Berechtigungen auch so eingestellt werden, dass Mitarbeitende nur einen Spind belegen können.

Lizenzbasiert und skalierbar

Zutrittskontrollsysteme wie AccessOne sind lizenzbasiert und wachsen flexibel mit den Anforderungen der Gesundheitseinrichtung. Wer nach und nach den Umstieg auf eine Zutrittskontrolle plant, sichert beispielsweise erst die Außenhaut mit einigen wenigen Geräten und erweitert nach und nach das System um weitere Komponenten. Der Skalierbarkeit des Systems sind keine Grenzen gesetzt. Es lässt sich auf bis zu 200 000 Schließmedien, mit bis zu 16 000 Online-Lesern und bis zu 100 000 Offline-Schließgeräten ausbauen.

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